<i><small>Michael Nikbakhsh</small></i>
Nachwuchsarbeit

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Nachwuchsarbeit

Karl Sevelda, neuer Vorstandschef der Raiffeisen Bank International, wäre gut beraten, ab demnächst einen potenziellen Nachfolger (eine Nachfolgerin?) an das Tagesgeschäft heranzuführen.

Zwei Personalia, die vorderhand nichts miteinander zu tun haben: Klaus Liebscher (demnächst 74) ist neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Hypo Alpe-Adria ; Karl Sevelda (63), neuer Vorstandschef der Raiffeisen Bank International. Was "Krone“-Raubein Claus Pándi vergangene Woche via Twitter so ironisierte: "Man spürt, durch Österreichs Bankenlandschaft weht ein neuer, moderner Geist.“ Ein in der Form doch etwas verknapptes Resümee. Liebscher zählt mittlerweile zwar tatsächlich zum Inventar dieser Republik. Andererseits ist bei den Aufgaben, die da vor ihm liegen, gar kein "neuer, moderner Geist“ erwünscht. Er soll lediglich den Ukas von Finanzministerin Maria Fekter exekutieren, konkret: die Hypo zerschlagen, koste es, was es den Steuerzahler eben kostet.

Karl Seveldas Lastenheft ist demgegenüber ungleich umfänglicher. Er hat jetzt die operative Letztverantwortung für einen börsennotierten Konzern mit 60.000 Mitarbeitern und 14 Millionen Kunden. Will Sevelda nicht einfach bloß das Erbe Herbert Stepic‘ verwalten, wird tatsächlich ein "neuer, moderner Geist“ vonnöten sein. Was es zu beweisen gilt. Seveldas Vertrag läuft erst einmal bis 2017 - er wäre gut beraten, ab demnächst einen potenziellen Nachfolger (eine Nachfolgerin?) an das Tagesgeschäft heranzuführen.

Herbert Stepic soll in diesem Zusammenhang eher nachlässig gewesen sein.

michael.nikbakhsh@profil.at