<i><small>Michael Nikbakhsh</small></i>
Zählen und zahlen

<i><small>Michael Nikbakhsh</small></i>
Zählen und zahlen

Fortan werden wir es nur mehr mit astronomisch langen Kontonummern zu tun haben.

„Die International Bank Account Number (IBAN, auf Deutsch: Internationale Bankkontonummer) ist eine internationale, standardisierte Notation für Bankkontonummern. Die Notation wird durch die ISO-Norm ISO 13616-1:2007 Teil 1 beschrieben.“ Danke, Wikipedia. Zusammen mit der „internationalen Bankleitzahl“ BIC soll die IBAN den europäischen Zahlungsverkehr ins 21. Jahrhundert hieven. Eigentlich hätte das neue Reglement ja ab 1. Februar gelten sollen. Wird vorerst aber nichts. Die EU-Kommission will den Start nun auf 1. August verlegen. Hauptsächlich deshalb, weil die Umstellung in großen Märkten wie Frankreich und Deutschland bisher so gar nicht funktionierte (in Österreich dürfte das ungleich besser gelaufen sein, wenngleich die Unternehmen mit massivem Zusatzaufwand belastet waren). Glaubt man den Banken, dann wird das neue „SEPA-System“ den Zahlungsverkehr vereinfachen. Was es zu beweisen gilt. Fortan werden wir es jedenfalls nur mehr mit astronomisch langen Kontonummern zu tun haben. Eine österreichische IBAN hat 20 Stellen, eine französische 27, eine maltesische gar 31 (daher die populäre Floskel „IBAN, die Schreckliche“). Fortan heißt es also: Erst zählen, dann zahlen.

michael.nikbakhsh@profil.at