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Titelgeschichte
02/13/2021

Novomatic: „Wir werden dies in einigen Ländern machen müssen“

Ein Glücksspielkonzern, eine – angebotene – Spende und eine Hausdurchsuchung beim amtierenden Finanzminister. [E-Paper]

von Edith Meinhart, Stefan Melichar, Michael Nikbakhsh, Rosemarie Schwaiger, Jakob Winter

Novomatic. Das ist zunächst ein global agierender Glücksspielanbieter. Automaten, Casinos, Sportwetten, Online-Portale. 22.000 Mitarbeiter arbeiten in mehr als 70 Ländern, das Marketing- und Lobbyingbudget ist groß, der geschäftliche Ehrgeiz nur noch größer.

Novomatic. Längst ist diese Buchstabenfolge auch eine Zustandsbeschreibung der österreichischen Innenpolitik. Da ist über die Jahre eine Nähe entstanden zwischen einem Glücksspielkonzern und Politikern, die sich mit Euphemismen wie „politische Landschaftspflege“ kaum noch behübschen lässt.

„Novomatic zahlt alle“ – es ist einer der ikonischen Sätze aus dem „Ibiza“-Video 2017, in welchem sich Heinz-Christian Strache um Kopf, Kragen, Karriere soff. Das war in dieser Form natürlich blödes Gerede. Und doch steht diese Aussage programmatisch über dem laufenden „Ibiza“-Untersuchungsausschuss – und sie bildet auch die Klammer eines komplexen staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahrens, des so genannten „Casino“-Komplexes.

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt seit Monaten gegen mehr als ein Dutzend teils sehr prominenter Personen, profil berichtete ausführlich. Amtierende Politiker, Regierungsmitglieder zumal, waren zunächst nicht unter den Beschuldigten.

Und dann kam Gernot Blümel.

Lesen Sie die Geschichte von Edith Meinhart, Stefan Melichar, Michael Nikbakhsh, Rosemarie Schwaiger und Jakob Winter in der aktuellen Printausgabe oder als E-Paper!

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