Ex-Justizsektionschef Christian Pilnacek in Denkerpose
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Kein Fremdverschulden: Ermittlungsverfahren zu Pilnacek-Tod endgültig eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt hat das Ermittlungsverfahren zur Todesursache von Christian Pilnacek eingestellt. Es liegen keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vor.

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Nun ist es endgültig amtlich: Der ehemalige Justiz-Sektionschef Christian Pilnacek ist in der Nacht vom 19. zum 20. Oktober 2023 ertrunken. Es gibt keine Hinweise auf Fremdverschulden, sei es Mord oder Totschlag. 

Das hatte die Staatsanwaltschaft Krems eigentlich schon im März 2024 fest- und das Verfahren eingestellt. 

Nach wilden öffentlichen Diskussionen und Spekulationen ordnete die Oberstaatsanwaltschaft Wien eine neuerliche Prüfung der Todesumstände an - und übertrug das Verfahren in der Folge der Staatsanwaltschaft Eisenstadt. Auch diese kam nun zum Ergebnis, dass Pilnacek ertrunken ist, und es „keine Hinweise auf Fremdverschulden" gibt, wie sie in einer Aussendung erklärt. Die Oberstaatsanwaltschaft Wien und das Justizministerium schlossen sich dieser Meinung an. Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt hat daher ihre Ermittlungen zu Pilnaceks Todesursache eingestellt. 

In ihrer Aussendung stellt die Staatsanwaltschaft Eisenstadt klar, Pilnaceks Ertrinken sei „unzweifelhaft festgestellt“ worden. Für die abschließenden Überprüfungen wurden insbesondere die medial diskutierten rechtsmedizinischen Stellungnahmen beigeschafft, die Auswertung der Smartwatch vorgenommen und basierend darauf gerichtsmedizinische Gutachten eingeholt“.

Der Tod des einstigen Sektionschefs führte zu zahlreichen Spekulationen und Verschwörungstheorien, angeheizt unter anderem durch den früheren Grünen- und Liste-Pilz-Abgeordneten Peter Pilz. Er widmete dem Tod des Sektionschefs zwei Bücher. Eines davon wird (sobald ein rechtkräftiges Urteil vorliegt) eingezogen, da Pilz darin Polizistinnen und Polizisten, die in der Causa ermittelten, Amtsmissbrauch vorwirft, wogegen diese klagten. 

Die FPÖ setzte auf Basis der Spekulationen gar einen Untersuchungsausschuss ein, der - ungeachtet der behördlichen Erkenntnisse - weiterhin die Umstände des Todes und mögliche politische Einflussversuche auf die Ermittlungen durchleuchten wird.

Max Miller

Max Miller

ist seit Mai 2023 Innenpolitik-Redakteur bei profil. Schaut aufs große Ganze, kritzelt gerne und mag Grafiken. War zuvor bei der „Kleinen Zeitung“.