Man sieht das Porträt eines jungen Mannes
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Der 26-jährige Flüchtling Mahmoud Amiri ist am Sprung zur Pflegefachkraft und wird mitten in Linz heimtückisch ermordet. profil erzählt seine Geschichte.

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„Mahmoud ist sehr naturverbunden, er kann Vogelstimmen nachmachen.“ Maria H. sitzt in ihrem Haus am Rande von Linz. Wenn die Pensionistin über den jungen Afghanen spricht, schafft sie es noch nicht, in die Vergangenheit zu wechseln. Sie schaut in den Garten und sieht, wie sie mit ihm Rosen schneidet.

Mahmoud Amiri ist tot. Der 26-jährige Afghane wurde am Samstag, dem 14. März, in der Linzer Innenstadt von einem Amokläufer erstochen. Der Täter, ein 34-jähriger Kroate, kannte Mahmoud nicht. Er wollte „jemanden töten“, hatte er seiner Frau vor der Tat geschrieben. Jetzt sitzt er in Haft, ist geständig und beruft sich darauf, „psychisch krank“ zu sein.

Wer war Mahmoud Amiri, dieser Mann, dessen junges Leben aus dem Nichts heraus ausgelöscht wurde? Und wie wurde er ausgerechnet durch Zivilcourage zum Opfer? Die Antwort führt zurück in eine Zeit, in der Flucht noch mit Willkommenskultur, Hilfe und Hoffnung verbunden war.

Clemens Neuhold

Clemens Neuhold

Seit 2015 in der profil-Innenpolitik, davor bei Wiener Zeitung, Migrantenmagazin biber und KURIER. Seine Recherchen beschäftigen sich vor allem mit Zuwanderung, Bildung und Gesundheit.