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Doskozil nach Entfernung des Kehlkopfes: „Ich weiß, dass es weitergeht“

Der burgenländische Landeshauptmann schreibt profil, wie er in die Zukunft schaut. Das Leben ohne Kehlkopf wird ein anderes sein. Wieder einmal. Warum ordnet er der Politik alles unter? Porträt eines Getriebenen.

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April 2024: Bei einer Veranstaltung in Mattersburg macht Hans Peter Doskozil eine Begegnung der besonderen Art. Er kämpft zu dem Zeitpunkt gerade, nach seiner bis dahin siebten Operation am Hals, mit einem Luftröhrenschnitt, der noch nicht vollständig zugewachsen ist. Ein Mann spricht ihn an und fragt, warum er sich so oft am Kehlkopf operieren lasse, anstatt sich diesen gleich entfernen zu lassen. Er selbst habe keinen Kehlkopf mehr und könne mit einer Stimmmembran ausgezeichnet sprechen.

„Ich war überrascht und irgendwie positiv konsterniert, denn ich hatte am Beginn des Gesprächs nichts davon bemerkt. Ich werde mich mit ihm sicher treffen, und insgeheim jubelte ich: Auch wenn der Kehlkopf irgendwann vielleicht raus muss, bedeutet das nicht das Ende als Politiker. Das sei den politischen Gegnern gesagt – und ganz besonders manchem lieben Parteigenossen, Freundschaft!“

Mit diesen Zeilen beendet Hans Peter Doskozil in seiner Autobiografie „Hausverstand“ das Kapitel über seine Gesundheit.

April 2026: Doskozils Kehlkopf ist draußen.

Clemens Neuhold

Clemens Neuhold

ist seit 2015 Allrounder in der profil-Innenpolitik. Davor „Wiener Zeitung“, Migrantenmagazin biber, Kurier-Wirtschaft. Leidenschaftliches Interesse am Einwanderungsland Österreich.