Frauen- und Medienministerium übernehmen ZARA-Finanzierung
Nachdem am Montag bekannt geworden war, dass das Familienministerium unter Claudia Bauer (ÖVP) die Finanzierung des Anti-Rassismus-Vereins ZARA beendet, übernehmen nun Medien- und das Frauenministerium die Finanzierung für das Jahr 2026 voll.
Beide Ministerien werden 150.000 Euro aus ihren Budgets zur Finanzierung von ZARA beitragen, wie profil von Involvierten bestätigt wurde.
„Hass im Netz, digitale Gewalt ist Lebensrealität für viele. Diese Gewalt passiert jederzeit und überall: in WhatsApp-Gruppen von Schülerinnen und Schülern, auf Snapchat, in Gaming-Chats. Dieser Hass trifft vor allem Frauen. Und genau diese Mädchen und Frauen müssen sich darauf verlassen können, dass es funktionierende und leicht zugängliche Schutzmechanismen gibt“, so Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) in einer Aussendung.
Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) und Holzleitner hatten bereits kurz nach Bekanntwerden des drohenden Vereins-Aus erklärt, dass sie alle Möglichkeiten prüfen würden, den Fortbestand des Vereins zu sichern. Aus welchen Töpfen die Gelder genau kommen, ist noch unklar.
Insgesamt beliefen sich die Mittel des Vereins in der Vergangenheit auf rund eine Million Euro, so der Finanzbericht von ZARA aus dem Jahr 2024. Davon kamen 330.000 Euro vom Familienministerium bzw. Bundeskanzleramt. Neben dem Bund war die Stadt Wien der größte öffentliche Fördergeber mit 90.000 Euro. Der Rest stammte aus EU-Geldern, so ZARA-Vorstand Dieter Schindlauer gegenüber Ö1.