eine Illustration einer Packung synthetischem Cannabis vor Gefängnismauern
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High im Häfn: Das neue Jugendgefängnis in Wien hat ein Spice-Problem

Per Liebesbrief, Unterhose oder Gummibärchen – auf so kreative Weise versorgen Dealer inhaftierte Freunde. Was die Justiz dagegen unternimmt.

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An der Grenze zu Niederösterreich, am Münnichplatz in Wien-Simmering, ist die Stadt schon mehr Land. Gegenüber der Pfarrkirche Kaiserebersdorf und der letzten Wiener Busstation liegt, frisch renoviert, ein ehemaliges Jagdschloss der Habsburger. Dass in diesem barocken Gebäude bis zu 72 männliche Häftlinge zwischen 14 und 18 untergebracht sind, würde man beim Vorbeispazieren ebenso wenig vermuten, wie das Drogenproblem, mit dem die Anstaltsleitung gerade zu kämpfen hat.

Konkret hat die neue Jugendstrafanstalt Wien-Münnichplatz, die erst seit Februar im Vollbetrieb ist, ein „Spice-Problem“. So wurde es profil zugetragen. Auf Anfrage werden „Vorfälle im Zusammenhang mit der Substanz“ bestätigt. „Konkret liegen für das laufende Jahr 2026 bisher sieben Meldungen mit Verdacht des unerlaubten Besitzes bzw. des unerlaubten Konsums dieser Droge vor“, sagt der stellvertretende Anstaltsleiter, Mario Penz.

Clemens Neuhold

Clemens Neuhold

ist seit 2015 Allrounder in der profil-Innenpolitik. Davor „Wiener Zeitung“, Migrantenmagazin biber, Kurier-Wirtschaft. Leidenschaftliches Interesse am Einwanderungsland Österreich.