IV-Generalsekretär Christoph Neumayer

Industrie zu Impfpflicht: Warnung vor Schäden für Volkswirtschaft

Fachkräfte-Exodus in Länder ohne Impfpflicht und Produktionsausfälle könnten Aufschwung gefährden, meint Industriellenvereinigung.

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Die Industrie plädiert dafür, neben persönlichen und gesundheitlichen auch soziale und wirtschaftliche Aspekte in der Diskussion über eine Impfpflicht zu berücksichtigen. "Wenn Fachkräfte aus Österreich in andere Länder wegziehen würden, wo es keine solche Pflicht gibt, würde das der Volkswirtschaft Schaden zufügen und in weiterer Folge Arbeitsplätze gefährden", heißt es aus der Industriellenvereinung (IV) auf Anfrage von profil.
 

Gefährdet Impfpflicht gar den Aufschwung?

"Wir haben darauf hingewiesen, dass dafür Sorge getragen werden muss, dass es durch die nun gesetzten Schritt zu keinen wirtschaftlichen Verwerfungen in einem Ausmaß kommt, das die gegenwärtige Erholung und den Rückgang der Arbeitslosigkeit nachhaltig beeinträchtigt", sagt eine IV-Sprecherin. Vor allem die Produktion müsse – schon im Interesse der Versorgungssicherheit im Land – am Laufen und Lieferketten intakt gehalten werden. "Wir haben in der Vergangenheit gesehen, wie wichtig das ist. Andernfalls kommt zum gesundheitspolitischen auch noch ein herber wirtschaftlicher Rückschlag hinzu. Das können und dürfen wir uns nicht leisten."

Die Regierung will die Impfpflicht gegen Covid-19 mit 1. Februar umsetzen. Davor ist eine umfassende Begutachtungsphase geplant, an der sich auch die IV intensiv beteiligen möchte. 

Clemens   Neuhold

Clemens Neuhold

Seit 2015 Allrounder in profil-Innenpolitik mit Leidenschaft für Zuwanderung, Integration. Koordinator der wöchentlichen Streit-Seite. Davor Kurier, biber, Wiener Zeitung.