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Österreich
04/24/2018

Integration: Van der Bellen sieht Kürzungen skeptisch

Der Bundespräsident rechnet damit, dass die meisten syrischen Flüchtlinge in Österreich bleiben. Zu Kürzungen bei der Integration meint er: "Nicht wundern, wenn sie uns später auf der Tasche liegen."

von Clemens Neuhold

Am Rande seines Staatsbesuchs in Jordanien äußerte sich Bundespräsident Alexander Van der Bellen zur Integrationspolitik der Regierung. Angesprochen auf budgetäre Kürzungen bei der Integration von Flüchtlingen meint der Präsident: „Wenn wir die Menschen nicht ausreichend bei der Integration unterstützen, sodass sie eine Arbeit annehmen können, dürfen wir uns nicht wundern, wenn sie uns später auf der Tasche liegen“, sagt er zu profil.

Er geht nicht von einer Rückkehr-Welle aus. "In Österreich würde ich einmal von der Hypothese ausgehen, dass die meisten syrischen Flüchtlinge bleiben. Doch selbst wenn sie doch wieder in großer Zahl zurückgehen, haben sie die Sprache und andere Fertigkeiten gelernt und können künftig als Botschafter Brücken zwischen unseren Kulturen bauen.“

Caritas rät von Rückkehr nach Syrien ab

Seit 2015 stellten 42.000 Syrer einen Asylantrag in Österreich. Laut aktuellen Zahlen kehrten im vergangenen nur 68 Syrer heim; 45 über die Rückkehrhilfe der Caritas, 23 über den Verein Menschenrechte Österreich (VMÖ). Im ersten Quartal verzeichnet der VMÖ weitere 11 syrische Rückkehrer. Die Caritas hilft nur mit Bauchweh bei der Ausreise. „So wie auch UNHCR raten wir aufgrund der Sicherheitslage derzeit generell vor einer Rückkehr nach Syrien ab“, sagt ein Sprecher. Der VMÖ verzichtet auf diese Reise-Warnung. „Syrer sind gut vernetzt und bestens informiert über die Lage in ihren Herkunftsregionen. Wer sich bewusst für die Rückkehr entscheidet, dem werden wir nicht davon abraten“, sagt VMÖ-Chef Günter Ecker.

Die gesamte Story über Van der Bellens Besuch in Jordanien und die Rückkehr-Möglichkeit von Syrern lesen Sie im aktuellen profil.

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