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Österreich
03/20/2020

profil-Morgenpost: Entzugserscheinungen

Redaktionsschluss in Zeiten des Coronavirus.

von Christina Hiptmayr

Während Sie diese Zeilen lesen, befindet sich die profil-Redaktion – wie jeden Freitag – im Endspurt für das nächste Heft. Doch sonst ist alles anders: kein Gegenüber am Schreibtisch, das beim Formulieren der Sätze ebendiese leise mitspricht; kein bärbeißiger Grafiker, der schimpft, weil der Artikel wieder einmal zu lang ist; keine Fotoredakteurin, die mit dem neuesten Klatsch aus dem europäischen Hochadel aufwartet; kein Ressortleiter, der das Programm umschmeisst, weil es eine „Wahnsinns Gschicht“ gibt; kein Chef vom Dienst, der mit einem mehr oder weniger charmanten „Wann gibst denn ab?“ auf die Einhaltung der Termine drängt. Wir stehen erst bei Tag 5 in Corantäne und ich beginne tatsächlich schon meine Kolleginnen und Kollegen zu vermissen. Auch wenn die Digitalisierung durch die Corona-Krise einen ordentlichen Schub bekommen haben mag, E-Mails und Videokonferenzen können den Betrieb in einer Redaktion dann halt doch nicht ganz ersetzen.

Natürlich beschäftigt uns die Causa prima auch in der kommenden Ausgabe. Franziska Dzugan analysiert, wie es Singapur geschafft hat, so glimpflich durch die Krise zu kommen (knapp sechs Millionen Einwohner, 300 Infizierte, 0 Tote). Christa Zöchling wirft einen Blick zurück auf die Spanische Grippe und Angelika Hager untersucht, wie Menschen mit Angststörungen mit der aktuellen Situation umgehen – um nur ein paar Beispiele aus unserem dichten Programm zu nennen. Und wie gewohnt, halten wir Sie online mit unserem Live-Ticker und den mittäglichen Corona-Chroniken auf dem Laufenden.

Wenn Sie allerdings zwischendurch von all den Krisennachrichten eine Pause brauchen, darf ich Ihnen das wunderbare Porträt von Wolfgang Paterno über den Hohenemser Vizebürgermeister ans Herz legen, der wohl das ist, was man gemeinhin einen „bunten Hund“ nennt. Welcher Politiker kann sonst schon von sich behaupten, sich fast mit Helmut Qualtinger geprügelt zu haben? Oder die Geschichte über den „letzten Juden Afghanistans, den nicht einmal die Taliban klein bekommen haben. Und weil man sich im Home-Office und bei geschlossenen Restaurants ein paar Gedanken mehr über die Nahrungsaufnahme macht, begab sich das Gesellschaftsressort „auf die Suche nach dem heiligen Mahl“. Diese Texte sind garantiert coronafrei und hier als E-Paper kostenfrei downloadbar.

Bleiben Sie gesund und bleiben Sie uns gewogen!

Ihre Christina Hiptmayr

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