ORF: Drohender Aufstand der Redakteure gegen Wrabetz

Widerstand gegen die Reformpläne des ORF-Generals

Widerstand gegen die Reformpläne des ORF-Generals

Mitarbeiter der Fernseh-Information wehren sich gegen Sparpaket und Organisationsreform.

Kommenden Donnerstag will ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz dem Stiftungsrat des Rundfunks sein Konzept für eine weitreichende Strukturreform vorlegen. Ein Kernstück ist die Einführung zweier Channel-Manager für ORF eins und ORF 2. Als Favoritin für den Führungsjob bei ORF eins gilt Lisa Totzauer, derzeit Info-Leiterin des Senders. Channel-Manager von ORF 2 soll der frühere Direktor des Landesstudios Salzburg, Roland Brunhofer, werden. Der derzeitige Innenpolitik-Chef Hans Bürger dürfte neuer Chefredakteur werden und Fritz Dittlbacher in dieser Funktion ablösen. Organisatorisch wandert die Fernseh-Information von der bisher verantwortlichen Direktorin Kathrin Zechner zu Wrabetz.

"Massive Einsparungs-Vorgaben"

Die neue Struktur und kolportierte Sparmaßnahmen sorgen nun für Unruhe bei den Mitarbeiter der Fernseh-Information. In einem Rundmail vom 23. Februar lädt Redakteurssprecher Dieter Bornemann zu einer Redakteursversammlung für kommenden Mittwoch Nachmittag. In seinem Mail übt Bornemann Kritik an Alexander Wrabetz: „Auf einen Termin, bei der uns der Generaldirektor über seine neue Struktur informiert – wie es im ORF-Gesetz und Redakteursstatut vorgesehen ist – warten wir bisher vergeblich.“ Fest stehe allerdings, so Bornemann, dass es „neue und massive Einsparungs-Vorgaben für unsere Redaktionen“ gebe. Kolportiert werden laut profil-Informationen die Auflösung der Ressorts, Zusammenlegungen von Redaktionen, die Abschaffung der Freien Mitarbeiter und der Einsatz von Ein-Mann-Teams.