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profil-Morgenpost
06/16/2021

„Wie geht es euch eigentlich?“

Über eine kleine Frage mit großer Wirkung.

von Christa Zöchling

Guten Morgen!

In der Wiener Staatsoper feierte vor einigen Wochen Wagners Parzifal in einer aufregenden Neuinszenierung seine Premiere; coronabedingt im ORF übertragen. Nun geht es im Parzifal um vieles, das uns heute umtreibt: um Frauen- und Männerwelten, Gesellschaft und Isolation, Schuld und Sühne, Liebe und Sexualität. Aber es geht auch um die einfache, menschliche Frage: Wie geht es dir eigentlich? - Die Stimme der Barmherzigkeit, der Menschenwürde, der Grundlage unserer Zivilisation. Der junge Parzifal ist erst einmal nicht in der Lage, diese Frage zu stellen. Es fehlt ihm an Mitgefühl. Aber er lernt dazu.

Die jüngste Titelgeschichte des profil, in der Lehrlinge, Maturantinnen und Maturanten erzählen wie es ihnen im vergangen Jahr erging, hat der Lehrer des Klusemann-Gymnasiums in Graz, Wolfgang Poier, mit seiner Frage: „Wie geht es euch eigentlich?“ ausgelöst. Für Poier hat dieser Augenblick, als er in die Stille einer Online-Stunde hinein diese Frage stellte, vieles ausgelöst. Wie geht es euch eigentlich? - Und es wurde eine Stunde, so Poier, die er zu den schönsten Augenblicken seines Berufslebens zählt.

Einer der Maturanten, Viktor Zimics, hat uns nicht nur seinen Text geschenkt, sondern ihn auch noch als Rap aufgenommen, der heute im Laufe des Tages online gehen wird.

Die Lebenserfahrung sagt: Jeder (gute) Witz ist eine kleine Revolution und jede Frage auf ihre Art subversiv. So finden Sie im neuen profil auf viele Fragen eine Antwort: Thomas Hoisl berichtet, wie es dazu kam, dass ein mutmaßlicher IS-Kämpfer, der sich in wenigen Wochen wegen mutmaßlicher Terrorverbrechen vor Gericht verantworten wird müssen, derzeit seelenruhig durch Wien spaziert. Clemens Neuhold erklärt, warum eine so gut und brav organisierte Frauenorganisation wie die SPÖ-Frauen auf eine Kampfabstimmung für ihren neuen Frauenvorsitz zusteuert.

Und am Ende wollen wir natürlich alle wissen, ob die Corona-Gefahr nicht doch in der Luft liegt? Alwin Schönberger weiß es und rät, was da zu tun wäre.

Wie geht es Ihnen? Ich hoffe gut.

Christa Zöchling

 

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