PARTEIGRÜNDER STRONACH: „Er wird emotional mit an Bord sein, 
sonst nicht.“
PARTEIGRÜNDER STRONACH: „Er wird emotional mit an Bord sein, sonst nicht.“

© APA/ROBERT JAEGER

Österreich
06/02/2017

Team Stronach: Überlebenskampf

Auf den hinteren Rängen wollen Kleinparteien bei den Nationalratswahlen für frischen Wind sorgen. Team Stronach inklusive.

von Clemens Neuhold

Nicht nur der Kabarettist Roland Düringer oder die „echten Roten“ wollen bei den Nationalratswahlen für frischen Wind sorgen, sondern – kein Scherz – auch das Team Stronach (TS). Derzeit liegt es in Umfragen nur dank der Schwankungsbreite über null Prozent. „Wir kandidieren mit einem neuen positiven Namen und präsentieren spätestens in zwei Wochen unseren neuen Spitzenkandidaten“, sagt Klubobmann Robert Lugar. Wer der Quereinsteiger ist, will Lugar noch nicht verraten. Beim ORF hat die Parlamentspartei für ihn aber bereits einen Platz bei Runden Tischen und TV-Duellen angemeldet. Der 85-jährige Parteigründer Frank Stronach scheidet aus. Er hat den Finanzhahn längst zugedreht und die weitere Verwendung seines Namens untersagt. „Stronach wird emotional mit an Bord sein, sonst nicht. Wir haben aber genug Geld auf der Kante“, sagt Lugar. Derzeit sitzen nach dem Aderlass zur ÖVP noch sieben Abgeordnete des TS im Parlament. Alle sollen am „Neustart“ mitarbeiten. Martina Schenk, Gerald Zelina und Leo Steinbichler bestätigen entsprechende Überlegungen. Nur der Abgeordnete Christoph Hagen scheint Realist zu sein: Er will zurück nach Vorarlberg und wieder als Gendarm arbeiten.