Marko Arnautovic
Marko Arnautovic

© APA/HANS PUNZ

Österreich
02/04/2019

Tojner, Arnautovic, Staatsverweigerer-Urteil

Unsere Empfehlungen der Woche.

Wie wird man einem Mann wie Michael Tojner journalistisch gerecht? Diese Frage stand am Anfang der Recherchen zur aktuellen Titelgeschichte. Der 52-Jährige ist ein Selfmade-Unternehmer par excellence, der aus dem Nichts eine respektable Industrie- und Immobiliengruppe geformt und damit beträchtlichen Wohlstand begründet hat. Zugleich ist er immer für eine öffentliche Kontroverse gut – siehe das umstrittene „Heumarkt“-Projekt in Wien; siehe auch die Auseinandersetzung mit dem Land Burgenland, das Tojner wegen mutmaßlichen Betrugs angezeigt hat (er bestreitet die Vorwürfe vehement). Michael Tojner riskiert, provoziert und polarisiert. „Im Geschäftsleben gilt er als obsessiv, unberechenbar, unbequem, zuweilen unartig; als einer, der Grenzen austestet und Gesetze grundsätzlich nicht als Hürde begreift, eher als Herausforderung. Manche nennen ihn schlicht skrupellos“, schreiben CHRISTINA HIPTMAYR, JOSEPH GEPP und MICHAEL NIKBAKHSH. Eines hasst der leidenschaftliche Spieler und Sportler Tojner ganz besonders: zu verlieren.

Rosemarie Schwaiger: Der praktische Bösewicht

Leitartikel. Herbert Kickl ist der wichtigste Mann in der Regierung – jedenfalls für die SPÖ.

Der Junge von der Straße

Marko Arnautovic ist Österreichs bester – und wildester – Fußballer. Nun steht er wieder einmal im Kreuzfeuer der Kritik, weil er nach China wechseln wollte, um dort sehr viel Geld zu verdienen. Kann man es ihm verdenken?

Herzerlinfarkt

Die Mitglieder einer wirren Truppe von Staatsverweigerern wurden von einem Grazer Gericht mit drakonischen Strafen belegt – obwohl sie niemandem ein Haar gekrümmt haben. Ist das gerecht?

Der Mann aus Granit

Robert Mueller hat den schwierigsten Job der USA übernommen: die Untersuchungen gegen Donald Trump. Der Ex-FBI-Chef weicht dabei geschickt allen Fallen aus. Bald könnten seine Ermittlungen abgeschlossen sein.

Die letzte Zeugin

Im Februar 1945 wurden bei der sogenannten „Mühlviertler Hasenjagd“ über 500 sowjetische Kriegsgefangene getötet. Acht Männer überlebten das Massaker, zwei davon versteckt auf dem Hof der Familie Langthaler. Die Lebensgeschichte von Tochter Anna wird nun zur Graphic Novel.