Zelte für Flüchtlinge: Was sich ändern muss

Ein untergebrachter Flüchtling in einem Zelt am Gelände der Landespolizeidirektion in Linz

Ein untergebrachter Flüchtling in einem Zelt am Gelände der Landespolizeidirektion in Linz

Es fehlt nicht an festen Quartieren, sondern am politischen Willen, sie für Flüchtlinge aufzusperren. Sechs Punkte, die sich ändern müssen, damit in Österreich niemand mehr im Freien kampieren muss.

Bürgermeistern den Rücken stärken

In vielen Köpfen sickert allmählich, „dass man sich vor schutzsuchenden Menschen nicht schützen muss“, glaubt Dieter Posch, SPÖ-Bürgermeister von Neudörfl im Burgenland. Vor 25 Jahren nahm seine Gemeinde 85 bosnische Flüchtlinge auf. Posch ließ die damals 3500 Einwohner wissen, dass er „lieber ein paar Stimmen verliere als das Gesicht“. Heute wohnen 44 junge Flüchtlinge in Neudörfl. Und Posch ist immer noch Bürgermeister. Kollegen suchen den Rat des burgenländischen SPÖ-Mannes, der als lebender Beweis dafür gilt, dass das Eintreten für Asylwerber kein politischer Selbstmord sein muss. Posch würde sich allerdings wünschen, dass die Spitzen in Bund und Land Politikern wie ihm den Rücken stärken: „Die große Politik tut immer noch so, als gäbe es das Thema nicht.“ Dass sein Parteigenosse und Landeshauptmann Hans Niessl auf Wahlkampftour um Neudörfl einen Bogen machte, habe ihm „sehr weh getan“, sagt Posch.

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