© APA/ROLAND SCHLAGER

Österreich
05/13/2022

Zitate der Woche: "Die Zeiten sind unruhig"

Zwischen Regierungsrochade und Kurz am Parteitag: Die Politik-Zitate der Woche.

"Ich bin da, aber nicht mehr in der Politik. Das bleibt auch so. Für immer." - Sebastian Kurz sagt vor dem ÖVP-Parteitag der Politik endgültig adieu.

"In meinem Leben hat Reinhold Mitterlehner nicht die Relevanz, die ich anscheinend in seinem habe." - Auf einen Kaffee würde Kurz mit seinem Vorgänger nicht gehen.

"Ich gebe der ÖVP sicher keine Ratschläge." - Das hat allerdings noch jeder Ex-Politiker gesagt, ein letztes Mal Kurz.

"Ich bedanke mich insbesondere bei Sebastian Kurz für die Möglichkeit, Österreich auf Basis unserer gemeinsamen Werte verändern zu können." - Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger bringt mit ihrem Abgang Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) ins Strudeln.

"Ich habe diesen Schritt nie bereut." - Wagnis Wirtschaftsministerin: Margarete Schramböck musste zum Gehen eher gedrängt werden.

"Die Zeiten sind unruhig, um es milde auszudrücken." - Bundespräsident Alexander Van der Bellen steht bei der Angelobung der Nachfolger der Sinn nicht nach Scherzen.

"Mittlerweile gibt es mehr Ministerwechsel als Erstimpfungen." - FPÖ-Chef Herbert Kickl, Regierungsskeptiker.

"Der Anstand hat sich schon längst mit Grausen von der Kogler-Partei abgewendet." - Grüne an den "Futtertrögen der Macht"? Da gehört doch die SPÖ hin, findet Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch.

"Türkis ist eine schöne Farbe, sie wird weiter eine Rolle spielen." - Aber eine kleinere: Nehammer.

"Deutschland und Österreich haben im Vergleich zu Ländern wie den USA, Großbritannien oder Frankreich ein sehr gestörtes Verhältnis zu den Streitkräften beziehungsweise militärischer Macht an sich. Die Politik und die Militärs fremdeln." - Militäranalyst Franz-Stefan Gady hat es nicht so mit Zeitgeschichte.