Kleines Add-on, große Wirkung
Gesellschaft

Kleines Add-on, große Wirkung

Die Browser-Erweiterung "Gender*Changer" soll das Bewusstsein für das Fehlen gendergerechter Sprache im Internet stärken.

Im Internet und vor allem auf Nachrichtenseiten wird kaum gegendert - ein Umstand, der Oona Valarie Serbest und Ufuk Serbest immer mehr ins Auge fiel. Sie entwickelten die Browser-Erweiterung Gender*Changer, um auf diese Tatsache aufmerksam zu machen. Das Programm durchsucht aufgerufene Webseiten auf vorgegebene Schlagwörter wie zum Beispiel "Arbeiter" und gendert diese automatisch ("Arbeiter*innen"). So soll auf spielerische Weise die Einführung der gendergerechten Sprache unterstützt werden.

"Manchmal ergeben sich eher lustige Konstellationen, für die wir uns gleich entschuldigen wollen", so die Erfinder, Ziel sei aber nicht die grammatikalisch korrekte Manipulation, sondern das Schaffen von Aufmerksamkeit. "Wir und auch Testpersonen haben die Erfahrung gemacht, dass es wirklich sehr gut funktioniert, Spaß macht und zu einer Sensibilisierung führt, wie gut oder schlecht ein Artikel gegendert ist."

Wer es ausprobieren möchte, findet hier die Erweiterung für Google Chrome.

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  • Franz Fried
    Franz Fried Mi, 24. Mai. 2017 13:08

    Die Verblödung der Massen schreitet munter voran

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  • Andreas Helmut Anton Veit (TORUS)
    Andreas Helmut Anton Veit (TORUS) Mi, 24. Mai. 2017 02:58

    Na das hat die Welt unbedingt gebraucht und dann kommt's durch den Neusprech zu so einen Blödsinn wie Glawischnigs Fauxpas ElterInnen.
    Liebe MenschInnen lernt anständig Haus zu halten damit nicht so viele LebensmittelInnen weggeschmissen werden, das bringt der Welt viel mehr!
    Hörts bitte auf unsere Sprache zu verhutzInnen!

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