YouTube: Härtere Maßnahmen gegen extremistische Inhalte
Gesellschaft

YouTube: Härtere Maßnahmen gegen extremistische Inhalte

Im Jahr 2018 will YouTube mehr als 10.000 Menschen beschäftigen, die problematische Inhalte des Videoportals überprüfen oder auf technischer Ebene gegen extremistische Inhalte vorgehen. Google Chefin Susan Wojcicki (im Bild) verspricht zudem härtere Maßnahmen gegen verstörende Kindervideos.

Anlass hierfür sind verstörende Kindervideos: Einerseits sorgten Zeichentrickfilme für Entsetzen, in denen bekannte Comicfiguren schreckliche Erlebnisse haben etwa gefoltert werden. Ebenfalls wurden reale Aufnahmen von Minderjährigen bekannt, die unbehaglich wirken.

Darunter Videos, in denen Kinder gefesselt sind, weinend der Kamera vorgeführt werden oder beklemmende Situationen erleben -eine Aufnahme zeigt, wie ein Clown ein Kind in die Waschmaschine stopft. YouTube arbeitet offensichtlich daran, mittels einer Mischung aus Mensch und Technik verbotene oder zumindest verstörende Inhalte rascher zu erkennen. Einerseits gibt es menschliche Moderatoren, die Inhalte überprüfen. Ebenso kommt Software zum Einsatz (sogenannte Algorithmen), die strittige Videos selbst erkennen soll.

Solche technologischen Lösungen sind durchaus komplex: Denn wenn die Software zu viel als "problematisch" einstuft, werden womöglich auch Inhalte entfernt, die an sich harmlos sind. Ist die Software allerdings zu locker und lässt einiges bei der Kontrolle durchrutschen, bleiben viele bedenkliche oder gar extremistische Videos online. Es ist bisher unklar, wie klug Algorithmen beim selbstständigen Erkennen heikler Inhalte sind. Dass YouTube nun in mehr Personal investiert, legt den Schluss nahe, dass derzeit noch eine Kombination aus Mensch und Maschine notwendig ist.

25% mehr Mitarbeiter, die gegen extremistische Inhalte vorgehen: Wenn YouTube 10.000 Menschen hierfür anstellt, ist dies laut Insidern eine Zunahme um ein Viertel.

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