Außerparlamentarische Opposition
Österreich

Außerparlamentarische Opposition

Werner Kogler ist damit beschäftigt, die Grünen wieder aufzubauen. Aber was machen die früheren Abgeordneten der Grünen heute?

„Früher machte ich Politik vom Parlament aus, heute betreibe ich gewissermaßen Straßenpolitik“, sagt die grüne Ex-Abgeordnete Berîvan Aslan und meint damit außerparlamentarische Opposition gegen Schwarz-Blau. Bei den Grünen engagiert sie sich weiterhin und pflegt ihre politischen Netzwerke. So auch Migrationssprecherin Alev Korun. Sie sitzt im Bundesvorstand der Partei und setzt sich gegen die Regierung und für Zuwanderer ein. Ansonsten hat sie sich ein einjähriges Sabbatical verordnet. Behindertensprecherin Helene Jarmer arbeitet als Präsidentin des Gehörlosenbunds.

Werner Kogler über die Zukunft der Grünen

Der frühere geschäftsführende Parlamentarier des Grünen Klubs, Dieter Brosz, startet gerade als Unternehmensberater (Schwerpunkt: „Verhandeln & Kommunizieren“). Wissenschaftssprecherin Sigrid Maurer forscht künftig am Institut für Höhere Studien. Sozialsprecherin Judith Schwentner ging zur Caritas. Agrarsprecher Wolfgang Pirklhuber leitet eine Zertifizierungsstelle für biologische Landwirtschaft.

Bildungssprecher Harald Walser meldet sich aus der Lehrer-Pension regelmäßig zu Wort. Ex-Klubobmann Albert Steinhauser arbeitet wieder bei der Gewerkschaft der Privatangestellten. Eva Glawischnig soll angeblich demnächst über ihre zukünftige Tätigkeit informieren.

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  • Harry Reiter Di, 27. Feb. 2018 14:28

    Es ist grundsätzlich schade um eine vierte Partei in der lange Zeit von zwei Großparteien dominierten österreichischen Parteienlandschaft. Prinzipiell sollte die politische Aktivität eines Mandatars in jedweder Funktion auf zehn Jahre beschränkt sein. Dann gäbe es so 'Erbpachten' wie wir sie in OOe, NOe und Wien erleben mussten nicht.

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