Österreich

Hakenkreuz auf Kärntner Burgruine soll nun entfernt werden

Das Hakenkreuz auf der Burgruine Hochkraig in Kärnten soll nun per Sandstrahler entfernt werden.

Es ist stattliche acht Meter hoch und acht Meter breit: Das weiße Hakenkreuz auf der Burgruine Hochkraig in der Kärntner Gemeinde Frauenstein sorgt seit Jahren für Streit zwischen dem Denkmalamt und Burgherr Peter Goess.

Dieser wartet nun mit einem neuen Vorschlag auf. Eigentlich wollte Kärntens Landeskonservator Gorazd Živkovič den baufälligen Turm mit einem Gerüst sichern und das 1934 von Nazis aufgemalte Hakenkreuz in ein Quadrat verwandeln lassen.

Er hatte dafür 60.000 Euro von Bund und Land aufgetrieben. Der Besitzer sollte sich mit 5000 Euro an der teuren Aktion beteiligen, was dieser ablehnte. „Die Republik soll dafür bezahlen. Ich habe das Symbol nicht angebracht, und es stört mich auch nicht. Dennoch habe ich eine Idee für eine günstigere Lösung“, sagt Burgherr Peter Goess gegenüber profil.

Ein Unternehmer habe ihm vorgeschlagen, das Hakenkreuz mit einem Sandstrahler zu entfernen – von einem Ballon aus. Damit würden die Kosten für das Gerüst wegfallen, sagt Goess. Er will dem Denkmalamt in zwei Wochen einen Kostenvoranschlag unterbreiten. Landeskonservator Živkovič ist skeptisch: „Was ist, wenn ein Windstoß den Ballon erfasst?“

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  • Wolfgang Seyfried
    Wolfgang Seyfried Di, 31. Jan. 2017 22:50

    Mit einem Fesselballon müsste das möglich sein.
    Wäre zugleich ein interessanter Test, im unwegsamen Gelände Kosten für ein Gerüst einzusparen.
    Zum Symbol an sich: Es war von Anfang an nicht auf dem Turm, stört die historische Ausstrahlung der Ruine, ja es nimmt sogar die Ruine für seine
    Propaganda bis heute ein.
    Es gehört weg.

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  • annemarie dietrich dietrich (europa) Di, 31. Jan. 2017 22:23

    ..ein Windstoß könnte den Ballon erfassen... Der Amtsschimmel wiehert!!!!

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  • Klaus Albrecht (Abendlaender) Di, 31. Jan. 2017 17:19

    Sorgen haben die Leute!
    Das Hakenkreuz befindet sich 83 Jahre auf dem Turm!
    Das Naziregime ist vor 72 Jahren untergegangen!
    Die Anzahl der Zeitzeugen, die dieses Zeichen irritieren könnte, werden immer weniger! Ich selbst bin ein solcher und erinnere mich, daß ich einmal von HJ-Jungen verprügelt wurde, weil ich Ministrant war!
    Warum Geld hinauswerfen? - Laßt es als Mahnmal!

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  • Lothar Lerch (ll1411)
    Lothar Lerch (ll1411) Di, 31. Jan. 2017 13:38

    Hakenkreuz und dann auch noch 8 m hoch und 8 m breit. Sicher genau deshalb weil der 8. Buchstabe im Alphabet das H ist. Steht sicher nicht für Hansestadt Hamburg ...

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    • Johann Ornig (jko53) Di, 31. Jan. 2017 18:57

      man kann alles an den Haaren herbeiziehen -umherdeuteln bis es passt - manche hören eben das Gras wachsen und die Flöhe husten hören -

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  • Johann Ornig (jko53) Di, 31. Jan. 2017 12:11

    keine anderen Sorgen???? wo bleibt das Copyright ???

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