Der lange Weg zur "Ehe für Alle"
Österreich

Der lange Weg zur "Ehe für Alle"

Was die Politik nicht zusammengebracht hat, ermöglicht nun der Verfassungsgerichtshof. Dieser öffnete vergangene Woche die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare in Österreich. Der Weg dahin war lang:

16. AUGUST 1971

Die Homosexualität zwischen Erwachsenen wird legalisiert. Bis dahin war in Österreich jegliche homosexuelle Handlung mit Strafe bedroht.

9. JÄNNER 2003

Das Schutzalter für homosexuelle Handlungen unter Männern wird -wie bei den Frauen - von 18 auf 14 Jahre gesenkt.

1. JÄNNER 2004

Die Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung wird gesetzlich verboten. Homosexuelle Menschen werden nicht mehr vom Militärdienst ausgeschlossen.

1. JÄNNER 2010

Die Eingetragene Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare wird eingeführt.

1. AUGUST 2013

Die gemeinschaftliche Adoption leiblicher Kinder wird gesetzlich erlaubt.

1. JÄNNER 2016

Verpartnerte Paare dürfen nun auch nichtleibliche Kinder gemeinschaftlich adoptieren.

4. APRIL 2017

Homosexuellen Paaren steht nun auch das Standesamt für die Verpartnerung offen, und sie dürfen einen gemeinsamen Familiennamen tragen.

5. DEZEMBER 2017

Der Verfassungsgerichtshof hebt die gesetzlichen Regeln auf, die gleichgeschlechtlichen Paaren bisher den Zugang zur Ehe verwehren, und begründet dies mit dem Diskriminierungsverbot des Gleichheitsgrundsatzes.

AB 1. JÄNNER 2019

Gleichgeschlechtlichen Paaren wird die Ehe offenstehen.

Lesen Sie dazu aus diesem Jahr:

5. Dezember: Verfassungsgerichtshof öffnet Ehe für gleichgeschlechtliche Paare

17. Oktober: VfGH prüft Eheöffnung für gleichgeschlechtliche Paare

1. Juli: Kommentar von Robert Treichler: Ja!

30. Juni: Deutscher Bundestag beschloss "Ehe für alle"

29. Juni: Ehe für alle: SPÖ-Signal – aber keine Mehrheit

Kommentar verfassen
  • Peter Eberl (pete7) Fr, 15. Dez. 2017 16:40

    Völlig falscher Weg - wenn 2 Homos sich verbinden ist das nicht dasselbe wie wenn dies zwei Heteros machen.
    Daher auch eine getrennte Bezeichnung!!
    ES geht abwärts - wie im alten Rom und Griechenland.
    Alles der Toleranz unterzuordnen ist der Beginn einer untergehenden Gesellschaft - Aristoteles.

    Melden
  • Fred Fido (fred.fido) Do, 14. Dez. 2017 18:18

    Die wortmeldung der katholischen kirche entbehren nicht einer gewissen komik. Wenn ehe nur gültig sein kann, wenn sie offen für nachkommen ist, sind unfruchtbare ehepaare - na ungültig.
    Noch grösser ist die anzahl von ehen, die auf grund des alters keine kinder mehr haben werden. Durch entfall der wurfmöglichkeit sind auch das keine ehen mehr.

    Melden
    • Fred Fido (fred.fido) Do, 14. Dez. 2017 18:21

      Hingegen wären lesbische ehen zulässig, den die möglichkeit von jungfrauengeburten kann durch die katholische kirche nicht geleugnet werden, oder?

      Melden