„Schande über Generationen“
Österreich

Mord an siebenjährigem Mädchen in Wien: "Schande über Generationen"

Der Obmann des Rates der Tschetschenen, Schaikhi Musaitov, über den

profil: Was hat der Mord an Hadishat ausgelöst?
Musaitov: Er ist großes Thema unter Tschetschenen in ganz Europa – von Österreich, über Belgien bis Frankreich. Und natürlich auch in Tschetschenien selbst. Ich bekomme sehr viele Anrufe. So etwas hat es in unserer jüngeren Geschichte noch nicht gegeben.

profil: Noch bevor die Polizei den jungen Verdächtigen nannte, haben Sie ein Bild seines Vaters in der Community verschickt. Warum?
Musaitov: Es gab viele Gerüchte – von einer rassistischen Tat bis hin zum Werk von Organhändlern. Ich wollte mit der Information für Klarheit sorgen. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt, dass es sich um die Familie handelt, konnte mir aber nicht vorstellen, dass es der 16-jährige Sohn gewesen sein soll. Viele von uns zweifeln auch heute noch daran, dass so eine massive Tat mit all dem Blut von der Familie unbemerkt bleiben konnte.

profil: Müssen sich der Vater und der Bruder des Täters nun vor Blutrache fürchten?
Musaitov: Wir leben im österreichischen Rechtsstaat. Wir hoffen auf weiterhin so gute Ermittlungen und danach die volle Härte des Gesetzes. Die Familie des Mädchens selbst hat erklärt, dass von ihr keine Gefahr ausgeht. Es dürfte sich nach alter Tradition – rein hypothetisch – auch nur die Familie des Opfers direkt am Täter oder Mittäter rächen. In 90 Prozent der Fälle wurde auch schon früher ein anderer Weg gefunden, zum Beispiel durch Blutgeld oder Vergebung. Wenn die Familie vergibt, darf kein anderer sich dagegen stellen. Noch über Generationen wird es Schande genug sein für die Familie, dass sie einen Mädchen-Mörder hervorgebracht hat.

profil: Für den Ruf der Tschetschenen die nächste Katastrophe.
Musaitov: Amokläufe in amerikanischen Schulen werden nie allen weißen Amerikanern zugerechnet. Bei uns ist das leider anders.

Interview: Clemens Neuhold

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  • Helga Marsteurer
    Helga Marsteurer Fr, 18. Mai. 2018 09:49

    Würden hier lebende Muslime nicht auf ihre religiösen Gewohnheiten beharren, würden nicht solche, ohnehin nur in der Gruppe "starken" junge Männlein sich als Sittenwächter auf spielen, würde ohne wenn und aber unser Land und seine Gesetze, Recht für Frauen und unser Schulsystem respektieren.....wäre der Ruf auch der Tschetschenen besser. Das ist Aufgabe für Männer wie er es einer ist.

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    • Elke Leser (Leserinn) Fr, 18. Mai. 2018 14:09

      Danke, dem ist fast nichts hinzuzufügen!

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  • Helga Marsteurer
    Helga Marsteurer Fr, 18. Mai. 2018 09:46

    So wie beschrieben wird wie dieses Kind getötet wurde werden von Muslimen und Juden "Religionsgerecht und vorschriftsmässig" Tiere getötet, also geschächtet. Etlichen Verurteilungen über illegales Schächten auf Wiesen oder hinter Misthaufen lag zugrunde dass ein männlicher Jugendlicher um "ein Mann" zu werden, in Aufsicht Älterer tierquälerisch geschächtet hat. Der Bub wusste wie man es macht.

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  • herbert herrmann
    herbert herrmann Fr, 18. Mai. 2018 09:37

    Verallgemeinerung darf nicht sein, darf es keine geben. Trotzdem muss die Frage nach dem kulturellen Background gestellt werden. Einhaltung europ. Kulturwerte durch Zuwanderer muss gewährleistet werden. Reinhard Haller „Mit dem Messer zu töten ist eine extrem archaische Methode, das hat etwas mit der Kultur zu tun.“

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  • Harry Reiter Fr, 18. Mai. 2018 09:36

    Nicht vergleichbar, weil die Tradition anders ist. Ehrenmorde, auch diese Bezeichnung gibt es in westlichem Kontext nicht (mehr).Diese Geschehnisse setzen jedem halbwegs 'normalen' Menschen zu, es ist nahezunerträglich. Es geht an die Grenzen jedes Menschen, ich kann mir die Mütter, auch die des Täters kaum vorstellen. Es ist irrsinnig traurig,dass etwas Derartiges in Österreich geschiehr

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