Integration: Van der Bellen sieht Kürzungen skeptisch
Österreich

Integration: Van der Bellen sieht Kürzungen skeptisch

Der Bundespräsident rechnet damit, dass die meisten syrischen Flüchtlinge in Österreich bleiben. Zu Kürzungen bei der Integration meint er: "Nicht wundern, wenn sie uns später auf der Tasche liegen."

Am Rande seines Staatsbesuchs in Jordanien äußerte sich Bundespräsident Alexander Van der Bellen zur Integrationspolitik der Regierung. Angesprochen auf budgetäre Kürzungen bei der Integration von Flüchtlingen meint der Präsident: „Wenn wir die Menschen nicht ausreichend bei der Integration unterstützen, sodass sie eine Arbeit annehmen können, dürfen wir uns nicht wundern, wenn sie uns später auf der Tasche liegen“, sagt er zu profil .

Er geht nicht von einer Rückkehr-Welle aus. "In Österreich würde ich einmal von der Hypothese ausgehen, dass die meisten syrischen Flüchtlinge bleiben. Doch selbst wenn sie doch wieder in großer Zahl zurückgehen, haben sie die Sprache und andere Fertigkeiten gelernt und können künftig als Botschafter Brücken zwischen unseren Kulturen bauen.“

Caritas rät von Rückkehr nach Syrien ab

Seit 2015 stellten 42.000 Syrer einen Asylantrag in Österreich. Laut aktuellen Zahlen kehrten im vergangenen nur 68 Syrer heim; 45 über die Rückkehrhilfe der Caritas, 23 über den Verein Menschenrechte Österreich (VMÖ). Im ersten Quartal verzeichnet der VMÖ weitere 11 syrische Rückkehrer. Die Caritas hilft nur mit Bauchweh bei der Ausreise. „So wie auch UNHCR raten wir aufgrund der Sicherheitslage derzeit generell vor einer Rückkehr nach Syrien ab“, sagt ein Sprecher. Der VMÖ verzichtet auf diese Reise-Warnung. „Syrer sind gut vernetzt und bestens informiert über die Lage in ihren Herkunftsregionen. Wer sich bewusst für die Rückkehr entscheidet, dem werden wir nicht davon abraten“, sagt VMÖ-Chef Günter Ecker.

Die gesamte Story über Van der Bellens Besuch in Jordanien und die Rückkehr-Möglichkeit von Syrern lesen Sie im aktuellen profil.

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  • Helmut Plattner (begin2wonder) Di, 24. Apr. 2018 10:25

    @ Stefan Uttenthaler: Kriegsflüchtlinge verlieren ihren Status, sobald der Fluchtgrund beseitigt ist. Die Notwendigkeit der Integration ist somit zumindest hinterfragenswert. Euch fällt jetzt der Etikettenschwindel, den ihr jahrelang betrieben habt, auf den Kopf (Flüchtlinge, Schutzsuchende, Kinder, Jugendliche, Fachkräfte...)
    Der Wille zur Integration fehlt seitens der Muslime weitgehend.

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    • Sudel Feder (Sudelfeder) Di, 24. Apr. 2018 12:14

      Den "Etikettenschwindel" wird türkisblau schon lösen, so haben sie es versprochen. Die Abschiebung 10.000er schaue ich mir dann erste Reihe fußfrei an ;)

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    • Stefan Uttenthaler
      Stefan Uttenthaler Di, 24. Apr. 2018 12:26

      Wer ist "ihr"?
      Und schauen Sie mal nach Syrien: Der Fluchtgrund ist ja ohne jeden Zweifel nach wie vor gegeben. Ich sage nur Giftgas ... Wenn Sie da von "Etikettenschwindel" sprechen, leiden Sie wohl an Realitätsverweigerung.

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    • Stefan Uttenthaler
      Stefan Uttenthaler Di, 24. Apr. 2018 12:28

      @Sudelfeder: Ach ja, wo hat Türkis-Blau das versprochen? Bitte um die entsprechende Passage im Koalitionsvertrag. Da ist bei Ihnen wohl der Wunsch Vater des Gedanken.

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    • Elke Leser (Leserinn) Di, 24. Apr. 2018 13:37

      Leider richtig!

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    • Stefan Uttenthaler
      Stefan Uttenthaler Di, 24. Apr. 2018 15:05

      @ Elke Leser, dass Sie keine Menschenfreundin sind, haben Sie schon recht unmissverständlich ausgedrückt.

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    • suomynonA TORUS (TORUS)
      suomynonA TORUS (TORUS) Mi, 25. Apr. 2018 00:01

      @ Uttenthaler
      Mit knapp 400.000 Arbeitslose in Österreich sollte vernünftigerweise und bei aller Menschenliebe das Hemd immer noch näher sein als die Hose.
      Wenn Sie Giftgas sagen dann werden Sie auch wissen das es sich beim letzten um einen Inszenierten der Gotteskrieger handelte, also um einen Terrorakt ansonst ist Frieden im Land außer wo sich die Türkei und USA aufhält.

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    • Stefan Uttenthaler
      Stefan Uttenthaler Mi, 25. Apr. 2018 09:10

      @ suomynonA TORUS, Österreich hat eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten, und Arbeitslose wird es immer geben. Mit diesem Argument dürfte man sich nie um irgendjemanden kümmern.
      Wenn Sie von "inszeniertem Giftgasangriff" sprechen, sind Sie wohl tief in Verschwörungstheorien verstrickt.

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  • Elke Leser (Leserinn) Di, 24. Apr. 2018 08:49

    „Nicht wundern, wenn sie uns später auf der Tasche liegen.“
    Fein, dass man auch wieder einmal etwas vom Herrn BP hört?
    Integration ist eine Bringschuld - das wird täglich bewiesen von tausenden gut integrierten Einwanderern, die ihre integration selbst betrieben haben. Wer dazu nicht willens oder fähig ist, sollte schleunigst dazu gebracht werden unser Land verlassen.

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    • Stefan Uttenthaler
      Stefan Uttenthaler Di, 24. Apr. 2018 09:46

      Erstens geht es hier nicht einfach um "Einwanderer", sondern um Kriegsflüchtlinge aus Syrien. Zweitens muss es in unserem ureigenen Interesse liegen, diesen Menschen bei der Integration zu helfen, sonst fällt uns das auf den Kopf. Wie soll sich denn jemand integrieren, wenn ihm Arbeit verweigert wird?

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    • Stefan Uttenthaler
      Stefan Uttenthaler Di, 24. Apr. 2018 09:47

      Und drittens: In welches Land möchten Sie integrationsunwillige Parallelgesellschaften wie die schlagenden Burschenschafter abschieben?

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    • Herbert Schöberl
      Herbert Schöberl Di, 24. Apr. 2018 10:23

      Das sehe ich genau so. Wir zwingen niemanden bei uns zu bleiben. Wer sich integrieren will, kann / soll bleiben,
      wer das nicht will kann Österreich jederzeit verlassen, wir werden ihn daran sicher nicht hindern. Es kann und darf nicht sein, dass unser Geld genommen wird, aber zugleich ein Staat im Staat aufgebaut wird und man die Österreicher belästigt,
      bedrängt und angreift.

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    • Sudel Feder (Sudelfeder) Di, 24. Apr. 2018 12:13

      Ergänzung zu H. Schöberl: was auch teilweise für die katholische Kische gilt/galt

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    • Stefan Uttenthaler
      Stefan Uttenthaler Di, 24. Apr. 2018 12:33

      @ Herbert Schöberl: Sich nicht zu "integrieren" (wer möchte das definieren?) ist kein Verbrechen und daher in einem Rechtsstaat kein Grund, jemanden des Landes zu verweisen. Von welchem "Staat im Staat" reden Sie? Aus meiner Sicht kann es sich wohl nur um schlagende Burschenschaften handeln, aber wohin abschieben??

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