Die "Bank für Gemeinwohl" nimmt langsam Form

Die "Bank für Gemeinwohl" nimmt langsam Form

2015 sollen 15 Millionen Euro Genossenschaftskapital eingesammelt werden, um die Bank auf Schiene zu bringen.

Es gehört schon eine Portion Mut dazu, 2015 ausgerechnet eine Bank gründen zu wollen. Andererseits: Das Konzept einer "Bank für Gemeinwohl“ (BfG) könnte durchaus Zukunft haben. Am 18. Dezember des Vorjahres wurde im Firmenbuch des Landesgerichts Wiener Neustadt die BfG Eigentümer/-innen- und Verwaltungsgenossenschaft mit Sitz in Gumpoldskirchen eingetragen - laut Satzung "der Zusammenschluss von zahlreichen Menschen, welche eine Bank wünschen und ins Leben rufen, die sich auf die dienenden Kernaufgaben beschränkt und ausschließlich dem Gemeinwohl dienen soll. Ziel der Bank ist deshalb nicht die Ausschüttung von Finanzgewinnen an ihre Mitglieder oder hohe Zinsen an die Sparerinnen und Sparer, sondern die Verwirklichung sozial nützlicher Projekte.“ Soll heißen: Verwaltung von Einlagen, Zahlungsverkehr, Vergabe von Krediten, aber Verzicht auf jede Form der Spekulation. 2015 will BfG 15 Millionen Euro Genossenschaftskapital einsammeln, um die Bank auf Schiene zu bringen. Der Ökonom und Publizist Christian Felber ist treibende Kraft hinter dem Projekt, Unterstützung kommt von Unternehmern wie Toni Innauer, Josef Zotter, Johannes Gutmann und Heini Staudinger.