Novomatic greift nach weiteren Lotterien-Anteilen

Novomatic-Vorstandsvorsitzender Harald Neumann.

Novomatic-Vorstandsvorsitzender Harald Neumann.

Erste Bank, Bawag und die teilstaatliche immigon stehen vor Rückzug aus Lotto-Holdings.

Die Novomatic AG will ihren Einfluss auf die Österreichischen Lotterien substanziell erhöhen. Nach profil-Recherchen steht der niederösterreichische Glückspielkonzern unmittelbar vor der Übernahme weiterer Anteile. Anfang Juni hatte Novomatic über die der Bank Austria nahestehende Gesellschaft BAIH Beteiligungsverwaltung GmbH durchgerechnet rund acht Prozent an der Österreichische Lotterien GmbH erworben, nun sollen indirekt zehn Prozent aus dem Besitz von Erste Bank, Bawag und der teilstaatlichen immigon (vormals Volksbanken AG) hinzu kommen. Dies wurde profil von mehreren mit dem Vorgang befassten Personen bestätigt. Offiziell wollte sich dazu vorerst allerdings niemand äußern. Es fehle noch „die eine oder andere Unterschrift“, wie es heißt.

18 Prozent Novomatic-Anteil an Lotterien

Konkret will Novomatic-Vorstandsvorsitzender Harald Neumann Erste Bank, Bawag und immigon zur Gänze aus den beiden Holdinggesellschaften LTB Beteiligungs GmbH und RSV Beteiligungs GmbH auskaufen, die jeweils 27,1 Prozent an der Lotto-Toto Holding GmbH halten, die wiederum 32 Prozent an der Lotterien GmbH hält. Im Ergebnis würde Novomatic seinen mittelbaren Anteil an den Lotterien auf 18 Prozent mehr als verdoppeln und damit zum zweitgrößten Gesellschafter neben der Casinos Austria AG (68 Prozent) avancieren.