Satellitenbild vom Pazifik, warme Strömungen in rot
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Super-El Niño: Was das für die Welt – und Österreich – bedeutet

Im Pazifik baut sich das Wetterphänomen El Niño auf. Es wird die Erderhitzung weiter vorantreiben. Was das für die Welt – und Österreich – bedeutet.

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Als der Klimaforscher Nathaniel Johnson im März die neuesten Daten seiner Klimamodelle sah, wusste er: Da braut sich was zusammen. Johnson arbeitet für die NOAA, die Wetter- und Ozeanografie-Behörde der USA, deren Modelle entwickelt wurden, um das Wetterphänomen El Niño im Pazifik möglichst genau vorherzusagen. Was diese nun plötzlich ausspuckten, „war nur mit 1997 vergleichbar“, sagte Johnson dem Fachmagazin „Science“. Der El Niño 1997 ging als einer der stärksten seit Beginn der Aufzeichnungen in die Geschichte ein.

Im April sickerte diese Nachricht durch, erste Medien warnten vor einem Super-El-Niño. Damals versuchten Nathaniel Johnson und seine Kollegin Emily Becker zu kalmieren. Noch bestand die Möglichkeit, dass die Modelle das Phänomen überschätzten, wie sie es in der Vergangenheit schon öfter getan hatten.

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Chile

Eine der wenigen schönen Seiten des Super-El-Niño 2016: Die Atacamawüste blühte wie nie.

Aber sie sollten recht behalten. Die neuesten Messungen der NOAA zeigen: El Niño hat begonnen, aktuell strömt bereits warmes Oberflächenwasser in den normalerweise kühlen Ozean vor der Küste Perus. Die Chance, dass ein besonders starker und mit bis zu 15 Monaten ein besonders langer El Niño anrollt, liegt mittlerweile bei 63 Prozent – fast doppelt so hoch wie im Mai. Könnte es trotzdem noch ein Fehlalarm sein? „Nein“, sagt Klimaforscherin Emily Becker. „Wir hatten bislang keine Wahrscheinlichkeiten, die auch nur annähernd so hoch waren.“

Was genau passiert bei El Niño – und was bei einem Super-El-Niño? Welche Folgen hat das Phänomen für die Welt, für Europa, für Österreich?