Marine Le Pen

Marine Le Pen

© Valery HACHE /AFP/APA

Ausland
11/19/2021

Auch Rechtspopulisten haben Gefühle

Die Theorie klingt waghalsig: Was die rechtspopulistische Bewegung antreibt und zusammenhält, ist weniger ein politisches Programm, als vielmehr eine tiefsitzende, kollektive Emotion. [E-Paper]

von Robert Treichler

Manchmal behalten Rechtsextreme Recht. Im März 2011 traf profil Marine Le Pen, die Vorsitzende der französischen Rechts-Partei Rassemblement National (zu diesem Zeitpunkt noch: Front National) zum Interview. Le Pen, damals 43 Jahre alt, war eben ihrem für antisemitische Aussprüche berüchtigten – und rechtskräftig verurteilten – Vater als Parteivorsitzende nachgefolgt und hatte große Pläne.

Zunächst jedoch musste sie erst einmal den Schuldenberg abbauen, den der Front National angehäuft hatte, weil die Ausgaben für Wahlkämpfe wegen des geringen Erfolgs vom Staat nicht refundiert worden waren. Marine Le Pen hatte deshalb das Hauptquartier der Partei in ein ziemlich unschickes Bürogebäude im Pariser Vorort Nanterre verlegen lassen. Ein dreigeschoßiges Haus, auf dem Parkplatz eine Statue von Jeanne d’Arc.

Doch die Peripherie schien ihr zu behagen, geographisch wie politisch. Le Pens neue Zielgruppe war die Masse der Durchschnittsfranzosen. Sie wollte das Image ihrer Partei von jeglichem Extremismus befreien und auf diese Weise für eine Mehrheit der Bevölkerung wählbar werden. Le Pen, damals im Interview: „Ich bin nicht so leicht zu verteufeln wie mein Vater.“

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