Drei Bilder, von links nach rechts: Trump-Münze, MMA-Kämpfer, Papst.
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Trumps skurrile Ideen für den 250. Unabhängigkeitstag der USA

Donald Trump hat jede Menge Ideen für den 250. Unabhängigkeitstag der USA. Im Zentrum steht dabei fast immer: Donald Trump.

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Auf einem Handy sieht man eine Münze mit Donald Trump darauf.
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Eine Münze mit Trumps Gesicht

Ein Gedenkjahr bedeutet Hochsaison für die United States Mint, die Bundesbehörde, die für die Prägung der Geldmünzen zuständig ist. Ein-Dollar-, Halb-Dollar-Münzen und nicht weniger als fünf sogenannte Quarters, also Vierteldollarmünzen, werden mit Motiven versehen, die an die frühe Geschichte der USA erinnern: vom Mayflower-Vertrag, dem ersten Regierungsdokument der Kolonie Plymouth (der ersten europäischen Kolonie auf dem Boden der heutigen USA), über ein Motiv aus dem Unabhängigkeitskrieg bis zu einer Abbildung der Verfassung.

Dabei handelt es sich um Münzen, die in großer Zahl in Umlauf kommen und in den Taschen aller Amerikanerinnen und Amerikaner klimpern werden.

Dazu kommen noch Gedenkmünzen zum Sammeln, und da wird es nicht gerade überraschend auch eine Trump-Version geben. Aus 24-karätigem Gold, mit einem Rohwert von etwa 90.000 Dollar (78.000 Euro) und in einer Stückzahl von 47, denn Trump ist aktuell der 47. Präsident der USA.

Unglücklicherweise wird das Sammlerstück nicht bis zum 4. Juli 2026, dem großen Tag der Feierlichkeiten, fertig sein, sondern wahrscheinlich erst irgendwann vor Jahresende. Auch die Frage, weshalb der amtierende Präsident überhaupt eine Münze zieren soll, wurde gestellt. Die Regierung verwies auf einen Präzedenzfall zum Zeitpunkt des 150. Jahrestages, als eine Münze mit dem Porträt des damaligen Präsidenten Calvin Coolidge geprägt wurde.
Idee: eine Millionenidee.

Ausführung: 90.000 Dollar.
Verbindung zum 250. Jahrestag: geringer als 
ein Vierteldollar mit der US-Verfassung darauf.

Vor dem Lincoln Memorial Pool wird eine Bühne aufgebaut.
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Der Lincoln-Memorial-Pool wird blau gestrichen

Der Lincoln Memorial Reflecting Pool ist ein rechteckiges, seichtes Wasserbecken auf dem Gelände der National Mall in der US-Hauptstadt Washington D.C. zwischen dem Lincoln Memorial und dem Washington Monument. 619 mal 51 Meter misst  die spiegelnde Wasserfläche des 1923 fertiggestellten Pools. Bloß machen ihm Algen zu schaffen, außerdem wird er immer wieder undicht.

Donald Trump beschloss, den Pool für die 250-Jahr-Feiern reparieren und neu streichen zu lassen, und zwar in einem Dunkelblau. So weit, so unspektakulär. Allerdings verzichtete Trump darauf, den Auftrag ausschreiben zu lassen, denn, so die Begründung, es sei Eile geboten.

Mittlerweile ist das Projekt abgeschlossen, es kostete 14,2 Millionen Dollar (12,2 Millionen Euro) anstelle der von Trump anfangs genannten 1,8 Millionen Dollar (1,5 Millionen Euro). Immerhin ist das Wasser eingelassen und der Pool bisher dicht.

Idee: ein wenig seicht, aber elegant.
Ausführung: sonderbarerweise gänzlich ohne Bezug zu Trump.
Verbindung zum 250. Jahrestag: termingerecht.

Robert Treichler

Robert Treichler

Ressortleitung Ausland, stellvertretender Chefredakteur.