Wimbledon: Thiem-Trainer Bresnik vorsichtig optimistisch

Dominic Thiem beim Grand Slam in Wimbledon

Dominic Thiem beim Grand Slam in Wimbledon

Günter Bresnik, Trainer von Tennis-Ass Dominic Thiem, zeigt sich vor dem ersten Wimbledon-Auftritt seines Schützlings am Dienstag vorsichtig optimistisch: "Er hat er super trainiert. Was er auf Rasen jetzt spielt, schaut gut aus."

Thiem-Trainer Günter Bresnik ist vor dem ersten Wimbledon-Auftritt seines Schützlings am Dienstag vorsichtig optimistisch. Daran ändere auch nichts, dass die bisherige Rasensaison-Bilanz mit nur drei Matches eher mau ausfällt. "Die Tage nach Antalya hat er super trainiert. Was er auf Rasen jetzt spielt, schaut gut aus", meinte Bresnik.

Für Dominic Thiem reichte es bei den Wimbledon-Vorbereitungsturnieren in Halle und Antalya in drei Matches nur zu einem Sieg. Das habe freilich nicht zuletzt mit der Beschaffenheit des Rasens zu tun gehabt, die nicht mit jener von Wimbledon zu vergleichen sei, sagte Bresnik. "Das war ein total flacher Absprung und extrem schnell. Hier ist der Belag viel besser. So wie hier auf Rasen gespielt wird, das kommt dem normalen Tennis sehr nahe."

Wimbledon 2017 - Golden moments from The Championships

Vollstes Vertrauen in Thiem

In Wimbledon könne Thiem auch sein Grundlinienspiel wieder einsetzen, zudem sei der Aufschlag des Weltranglistenachten im Vergleich zu Halle und Antalya verbessert. "Mit dem Aufschlag hat er sich nicht wohlgefühlt, das ist aber jetzt in Ordnung", betonte Bresnik. Er habe vollstes Vertrauen in Thiem, klar sei aber auch, dass die Qualität des 23-Jährigen auf Rasen weniger gut zur Geltung komme. "Auf Rasen reichen dann halt ein, zwei gute Schläge, mit dem wirst du auf anderen Belägen nicht durchkommen. Daher ist es hier für die vermeintlich besseren Spieler nicht so einfach, sich durchzusetzen."

Wimbledon-Auftakt gegen Pospisil

Dass Thiem vor dem Auftaktduell mit dem Kanadier Vasek Pospisil (Bresnik: "Er ist richtig, richtig unangenehm" ) am Dienstag auf große Ansagen im Hinblick auf sein Turnierziel verzichtete, findet Bresnik völlig verständlich: "Ich weiß, dass es für die Journalisten fad ist, wenn man sagt, dass man von Runde zu Runde schaut. Aber für mich ist ein unberechtigtes Selbstvertrauen noch schlimmer als gar keines. Was Dominic sagt, ist kein Tiefstapeln, sondern intelligent und realistisch."

Thiem hatte am Samstag erklärt, er wolle "weiter kommen als bisher, also weiter als in die zweite Runde". Sollte er am Dienstag als Sieger vom Court gehen, wäre Gilles Simon (FRA) oder ein Qualifikant der Zweitrundengegner. Erster gesetzter Kontrahent wäre laut Papierform der als Nummer 32 gerade noch unter die Gesetzten gerutschte Italiener Paolo Lorenzi. Gegen Djokovic könnte es idealerweise wie in Paris zu einem Viertelfinalduell kommen.

Lesen Sie weiters: Thiem-Coach Bresnik im Interview: "Am meisten nervt mich das Internet"