Timothée Chalamet mit Tischtennisschläger in einem abgedunkelten Raum
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Ein Unfassbarer: Der Schauspieler Timothée Chalamet sprintet durch „Marty Supreme“

Vom Tischtennis-Betrüger zum Diva-Liebhaber: Jungfilmstar Timothée Chalamet zündet mit dem New Yorker Kleinkriminellen-Abenteuer „Marty Supreme“ die nächste Stufe seiner Weltkarriere.

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Als Identifikationsfigur steht der schlaksige junge Mann mit dem angedeuteten Schnurrbart und dem wuscheligen Haar erstaunlich quer zu all den muskulös-testosterongetriebenen Aktionshelden, die Hollywood letzthin aufzubieten hatte, vergleiche etwa Chris Pratt, Idris Elba oder Chris Hemsworth. So wurde Timothée Chalamet, der übrigens sowohl die amerikanische als auch die französische Staatsbürgerschaft besitzt, zum idealen Leinwandidol der Generation Z: Er ist auf antimaskuline Weise sexy, sprunghaft, social-media-narzisstisch und humorbegabt.

Timothée Chalamet blickt ernst drein, umringt von Menschen bei einem öffentlichen Event
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Und auch wenn er gern so tut, als wäre er nur ein dahergelaufener Hipster, der auf seinen Ruhm pfeift und lieber mit Hoodie in die Bar an der Ecke auf ein Bier geht oder irgendeine Modeschau besucht: Sein Leben hat er längst so eingerichtet, dass es ihn in den Schlagzeilen und die Nachfrage nach ihm konstant hält. Auf Instagram, wo er gerne freche Selfies postet, hat er über 21,4 Millionen Follower. Seinen 30. Geburtstag, den er vor zwei Monaten feierte, verbrachte Chalamet erst in übler Laune, dann im Kino. Denn Kylie Jenner, seine Lebensgefährtin, schwerreiche Kosmetikunternehmerin aus dem Kardashian-Clan, überraschte ihn mit einem privaten Screening seines Lieblingsfilms „Interstellar“ (in dem Chalamet als Teenager eine Nebenrolle gespielt hatte); während der Autofahrt dorthin habe er, wie er später verschämt bekundete, sie immer wieder schroff gefragt, warum er ausgerechnet an seinem Geburtstag durch die Außenbezirke von Los Angeles gondeln müsse.

Stefan Grissemann

Stefan Grissemann

leitet seit 2002 das Kulturressort des profil. Freut sich über befremdliche Kunst, anstrengende Musik und waghalsige Filme.