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Liz Moores Roman: Die liebe Familie als giftiges Gewühl

Wer das noch junge Jahr mit fesselnder Lektüre beginnen möchte, ist beim neuen Roman der US-Bestsellerautorin Liz Moore gut aufgehoben.

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Das Haus in Brooklyn, in dem Arthur Opp lebt, ist ein schlechter Ort, um Erwartungen an das Leben zu haben. Opp ist ein ehemaliger Literaturprofessor, 58 Jahre alt, 1,90 Meter groß, 250 Kilogramm schwer. Seit zehn Jahren hat er sein Haus nicht mehr verlassen, niedergedrückt von Hoffnungslosigkeit und Selbstmitleid, als wären es Schübe einer schlimmen Krankheit. „Ich dachte daran“, klagt Opp inmitten seiner von Bücher- und Zettelstapeln vollgestopften Bruchbude, „wie die Leute, die irgendwann einmal in mein Haus eindringen werden, wenn sich die Nachbarn über den Geruch beschweren, eine fette, alte Leiche finden werden, die keine Verwandten hat, und allein ein Berg vollgeschriebener Zettel wird ihnen verraten, dass es sich um ein menschliches Wesen handelt und dass dieser Mann seine eigene Geschichte hatte.“

Opp geistert, von Staub und Muffigkeit umweht, als buchstäbliches Schwergewicht durch den Roman „Der andere Arthur“ der US-Schriftstellerin Liz Moore, die zuletzt mit dem Thriller „Der Gott des Waldes“ auch die deutschsprachigen Bestsellerlisten dominierte.

Wolfgang Paterno

Wolfgang Paterno

ist seit 2005 profil-Redakteur.