Rainer Nikowitz

Rainer Nikowitz

© Udo Titz

Satire
11/30/2021

Blümels schöne Scheine

Gernot Blümel hat 180.000 Euro Steuergeld für Gutachten ausgegeben, die ihm dabei helfen sollten, die Anordnung zur Aktenlieferung durch den Verfassungsgerichtshof zu missachten.

von Rainer Nikowitz

profil: Herr Finanzminister, wie finden Sie eigentlich den Spendenaufruf von HC Strache, den er abgesetzt hat, um seine Prozesskosten bezahlen zu können?

Blümel: Das ist wieder einmal typisch. Immer nur die Hand aufhalten. Das zeigt, wie recht Sebastian Kurz damit gehabt hat, diese Koalition aufzulösen.

profil: Gut, dass Sie es da leichter haben und 180.000 Euro für Rechtsgutachten, mit denen Sie den Verfassungsgerichtshof und damit den Ibiza-U-Ausschuss sabotieren wollten, einfach aus der Portokassa im Finanzministerium nehmen können.

Blümel: Na, ein bissl ein Unterschied muss schon sein.

profil: Natürlich. Um genau diesen Unterschied in Anspruch nehmen zu können, wurde die ÖVP ja überhaupt erst türkis eingefärbt.
 

Blümel: Das ist ungerecht. Ich musste mir zum Beispiel einen neuen Laptop kaufen. Den hab ich privat bezahlt! Weil … ich die falsche Kreditkarte erwischt hab.

profil: Blöd war halt auch, dass Ihnen diese Gutachten nichts genützt haben. Was eigentlich von vornherein klar war.

Blümel: Na probieren wird man es ja wohl dürfen.

profil: Vor allem um das Geld anderer Leute. Die Opposition fordert, dass Sie die 180.000 aus eigener Tasche zurückzahlen. Wie schaut’s aus?

Blümel: Sicher nicht.

profil: Finden Sie es eigentlich nicht auch selbst erstaunlich, dass Sie nach allen Ereignissen der letzten Monate immer noch Finanzminister sind?

Blümel: Wissen Sie vielleicht einen Geeigneteren?

profil: Wie lang haben Sie Zeit?

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