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Österreich
02/06/2021

Faßmann: „Froh, wenn ich die Hälfte der Infizierten entdecke“

Der Unterrichtsminister räumt beschränkte Trefferquote der Nasenbohrer-Tests ein. Über Abschiebungen sollte „nicht starke oder geringe Betroffenheit entscheiden.“

von Clemens Neuhold, Christa Zöchling

In einem Interview in der aktuellen profil-Ausgabe räumt Bildungsminister Heinz Faßmann die beschränkte Wirkung der sogenannten Nasenbohrer-Tests an Schulen ein. Bei asymptomatisch Infizierten liege die Trefferquote bei 56 Prozent, bestätigt der Bildungs- und Wissenschaftsminister. Bei Corona-Erkrankten mit Symptomen sei der Test mit 75 Prozent deutlich präziser. Zur Feststellung, dass die Infektion gerade bei Kindern und Jugendlichen oft ohne Symptome verlaufe, meint Faßmann: „Ich bin froh, wenn ich die Hälfte entdecke. Außerdem testen wir zwei Mal die Woche. Das heißt, bis zu einer gewissen Wahrscheinlichkeit entdecke ich jene, die durchrutschen, in der zweiten Runde.“

Er habe großen Respekt vor der Infektionslage. Die Schulen sollten dann wieder geschlossen werden, wenn es zu einer „signifikanten Anzahl schulischer Outbreaks“ komme: „Dann muss ich sagen: unser Sicherheitsnetz war offenbar nicht dicht genug.“

Zur Abschiebung zweier georgischer Mädchen, die zu einer Koalitionskrise führte, meint Faßmann: „Es geht mir nahe.“ Er sei aber froh, dass die Gerichte „über schwierige, humanitäre Fragen“ entscheiden und nicht wie früher Härtefallkommissionen auf Ebene der Bürgermeister und Bundesländer. „Es sollte nicht der lokale Kontext, die starke oder geringe Betroffenheit vor Ort, am Ende recht behalten – oder der Bürgermeister, der lauter agiert als der andere.“ Nachsatz: „Die rechtlich nicht bindende Kindeswohlkommission, die nun von den Grünen eingerichtet wird, ist etwas anderes. Die ist okay.“

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