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Landwirtschaftskammer Salzburg: Schwere Vorwürfe gegen ÖVP-Mann

Eine Frau bewirbt sich für einen der wichtigsten Posten in der Landwirtschaftskammer Salzburg und kommt nicht zum Zug. Statt ihr erhält ein ÖVP-Mann den Job – und er ist kein Unbekannter.

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Sabine Schusters (Name von der Redaktion geändert) Lebenslauf hat alle Insignien einer jungen Frau mit besten Karrierechancen: Juristin, Doktorandin, Absolventin eines Wirtschaftsstudiums. Als Mittdreißigerin wurde sie Abteilungsleiterin in der Landwirtschaftskammer Salzburg. Als einzige Frau in Führungsposition leitete sie nicht nur eine, sondern zwei zentrale Fachbereiche – Finanzen und Recht, die bis dahin jeweils eigene Chefs hatten. Die 39-Jährige machte den Job für zwei – und bewarb sich im Frühjahr 2025 für die nächste Stufe auf der Karriereleiter.

Sie wollte Kammeramtsdirektorin werden, eine Position, die mit der eines Geschäftsführers vergleichbar ist. Personal und Betriebe der Kammer, etwa ein Hotel, wären ihr unterstellt gewesen. Sabine Schuster, unter sieben Bewerbern die einzige Frau, bekam den Job nicht. Sie ist überzeugt, dass sie den Posten bekommen hätte, wenn es allein um ihre Qualifikation gegangen wäre. Dass sie nach einem Hearing-Verfahren nicht zum Zug kam, führt sie auf „patriarchale und misogyne Strukturen“ zurück; Strukturen, die mutmaßlich nicht davor zurückscheuen, Hearing-Ergebnisse zu fälschen, um einen weniger qualifizierten ÖVP-Mann im schwarz regierten Salzburg auf einen lukrativen Posten zu hieven.

Nina Brnada

Nina Brnada

ist Redakteurin im Österreich-Ressort. Davor Falter Wochenzeitung.