Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher
Porträt

Martin Kocher: Der verhaltensunauffällige „Superminister“

Österreichs Wirtschaft schwächelt. Wie viel Schuld daran hat der „Superminister“ Martin Kocher, der Arbeit und Wirtschaft verantwortet?

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Martin Kocher hat ein buntes Betätigungsfeld. Er ist für das Schönbrunner Elefantenhaus zuständig und das Corona-Krisenmanagement; für Touristen aus dem Ausland und Arbeitslose im Land; für die Konservierung alter Möbel und die Sicherheit am Arbeitsplatz. Und wenn der Bundespräsident in seinem Büro in der Hofburg trotz Rauchverbots zur Zigarette greifen darf, liegt dies auch in Kochers Verantwortungsbereich. 

Kocher ist Bundesminister für Arbeit und Wirtschaft. Zu ihm ressortieren aber auch die Burghauptmannschaft, Schloss und Tiergarten Schönbrunn, die Marchfeldschlösser und das Hofmobiliendepot; natürlich die Standort- und Beschäftigungspolitik, Freihandelsverträge sowie die Arbeitsinspektorate und das Arbeitsmarktservice; das Eich- und Vermessungswesen und vor allem der Tourismus, der Kocher auch persönlich betrifft: Der 50-Jährige stammt aus dem Salzburger Wintersportort Altenmarkt im Pongau, seine Eltern waren Skilehrer.

Als Wirtschafts- und Arbeitsminister ist Kocher für den Wohlstand des Landes verantwortlich. Ob es den Unternehmen gut geht, ob die Menschen Jobs haben – an Kocher liegt’s. Seit Februar 2021 ist er für das Arbeitsressort zuständig, seit Mai 2022 auch für die Wirtschaftsagenden. Der nächsten Regierung wird er nicht mehr angehören, da er mit September 2025 voraussichtlich zum Gouverneur der Nationalbank aufsteigt. Wird er fehlen? Wie erfolgreich war Kocher, der zu Beginn als „Superminister“ tituliert wurde?

Gernot   Bauer

Gernot Bauer

ist Innenpolitik-Redakteur.

Max Miller

Max Miller

ist seit Mai 2023 Innenpolitik-Redakteur bei profil. Schaut aufs große Ganze, kritzelt gerne und chattet für den Newsletter Ballhausplatz. War zuvor bei der „Kleinen Zeitung“.