profil-Umfrage

ÖVP stabilisiert, gleichauf mit SPÖ - MFG bundesweit bei 6%

Relative Mehrheit von 49% traut Kanzler Nehammer keine Verbesserung des Corona-Krisenmanagements zu, 41% für rasche Neuwahlen.

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Der Wechsel an der Regierungsspitze macht sich bemerkbar: Laut der aktuellen profil-Sonntagsfrage liegen SPÖ und ÖVP mit je 27% gleichauf. Im Vergleich zum November bedeutet das für die ÖVP ein Plus von drei Prozentpunkten, die SPÖ legt um zwei Punkte zu. Die übrigen Parlamentsparteien leiden unter dem Duell um Platz eins: Die FPÖ liegt nun bei 17% (- 3), die Grünen bei 11% (-2) und die NEOS bei 9% (-1). Die Corona-skeptische Partei MFG würde mit 6% (+1) derzeit den Einzug in den Nationalrat schaffen.

Wie die vom Meinungsforschungsinstitut Unique Research für profil durchgeführte Umfrage zeigt, gibt es in der fiktiven Kanzlerfrage für alle Parteichefs viel Luft nach oben: ÖVP-Bundeskanzler Karl Nehammer steigt mit 19% in die Wertung ein, damit liegt er um einen Prozentpunkt besser als sein Amtsvorgänger Alexander Schallenberg im November. Dahinter folgen SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner mit 14%, FPÖ-Obmann Herbert Kickl mit 11%, Werner Kogler von den Grünen mit 6% und NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger mit 5%.

Eine relative Mehrheit von 47% der repräsentativ ausgewählten Befragten spricht sich für ein Weiterregieren aus. 41% wollen dagegen „so schnell wie möglich“ Nationalratswahlen. Auf die Frage, ob die Österreicher dem neuen Kanzler Nehammer zutrauen, das Corona-Krisenmanagement zu verbessern, antworten 49% mit „eher nein“ und 36% mit „eher ja“.

Die ungewisse Stimmung im Land äußert sich schließlich in der Frage, wann die Menschen wieder mit einem „Leben ohne Einschränkungen rechnen“. 27% antworten mit „nächstes Jahr“, 33% mit „2023“ und 30% mit „später“. FPÖ-Sympathisanten sind besonders pessimistisch, ÖVP-Wähler sind am zuversichtlichsten.

(n=800, Schwankungsbreite: +/- 3,5%, Methode: Kombination aus Telefon- und Online-Befragung)