Die sogenannte Schamanin Mariana M. alias „Amela“
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Luxus, Lügen und Millionen: Das Netzwerk der „Schamanin“ Mariana M.

Nach Mariana M. wird weltweit gefahndet. Mit okkulten Praktiken hat sie sich in Österreich mutmaßlich mehrere Millionen Euro erschlichen. Einblicke in eine Welt aus Lügen, Luxus und Liegenschaften.

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Wenn es in Wien eine Ärztemeile gibt, dann ist das die Döblinger Hauptstraße. Der Korso inmitten des noblen 19. Gemeindebezirks ist gesäumt von zweigeschoßigen Vorstadthäusern und eleganten Gründerzeitbauten, von denen kaum eines ohne messing- oder goldfarbene Arztschilder auskommt. Hier sind die Praxen diverser Spezialisten angesiedelt: Onkologen, Gynäkologen, Kardiologen, Neurologen, Pädiater, Psychiater. Und genau hier war eines der bevorzugten Reviere, in denen Mariana M., auch bekannt als „Amela“, nach ihren mutmaßlichen Opfern fischte. Genau hier, wo hilfesuchende Menschen, bevorzugt reifere, betuchtere Damen, nach schweren Diagnosen die mitunter dunkelsten Momente ihres Lebens durchlebten, tauchte die 44-Jährige wie aus dem Nichts vor Ordinationseingängen und Apothekentüren auf. Dann erzählte sie von leuchtenden Auren, von Flüchen und davon, wie sie mit ihren übersinnlichen Fertigkeiten helfen könne.

Daniela Breščaković

Daniela Breščaković

ist seit April 2024 Innenpolitik-Redakteurin bei profil. War davor bei der „Kleinen Zeitung“.

Nina Brnada

Nina Brnada

ist Redakteurin im Österreich-Ressort. Davor Falter Wochenzeitung.