Staatsaffäre BVT: Die profil-Titelgeschichte

FPÖ-Innenminister Herbert Kickl: Das Staatsbürgerschaftsrecht ressortiert bei ihm

FPÖ-Innenminister Herbert Kickl: Das Staatsbürgerschaftsrecht ressortiert bei ihm

Die Razzia im Verfassungsschutz war rechtswidrig. Das hat ein Gericht entschieden. Eine Staatsanwaltschaft und ein Richter haben Fehler gemacht. Und die politische Verantwortung? Für FPÖ-Innenminister Herbert Kickl wird es immer schwieriger, das Tun seiner Leute zu rechtfertigen. Wie konnte es soweit kommen? Was trieb sie an?

Ein dunkler Kombi rollt aus, älteres Baujahr. Allem Anschein nach ein technischer Defekt. Der Fahrer aktiviert die Warnblinkanlage, öffnet die Motorhaube, starrt auf den Motor, telefoniert. Es ist der 28. Februar 2018, kurz vor 9.00 Uhr. Der Wagen steht ungünstig. Er blockiert die hintere Zufahrt zur Rennwegkaserne in Wien-Landstraße; ein Gebäudekomplex, in welchem unter anderem das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) untergebracht ist.

Die Überwachungskameras der BVT-Sicherheitszentrale erfassen die Szene, die diensthabenden BVTler denken sich aber zunächst nichts dabei. Sie können nicht wissen, dass der Fahrer einer Sondereinheit der Wiener Polizei angehört und das abgestellte Fahrzeug keine Panne hat – sondern Teil einer Inszenierung ist. Es steht nur deshalb da, damit niemand durch den Hinterausgang entwischen kann.
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Lesen Sie die Geschichte von Michael Nikbakhsh und Christa Zöchling in der aktuellen Printausgabe oder als E-Paper (www.profil.at/epaper)!

profil 36/2018

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