Große Umfrage

Umfrage: FPÖ legt weiter zu, SPÖ verliert leicht

55 Prozent sind für einen Rücktritt von Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka.

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In der großen profil-Monatsumfrage liegt die SPÖ mit 27% zwar weiter auf Platz eins, verliert aber leicht an Zustimmung (-1 Prozentpunkt im Vergleich zum Oktober). Die FPÖ legt weiter zu und steht bei 25% (+1), gefolgt von der ÖVP mit 22% (-1). Dahinter liegen mit 10% die Grünen (-1), gleichauf mit den NEOS (+/-0). Die impfgegnerische MFG würden derzeit 3% (+1) wählen.

In der fiktiven Kanzlerfrage verliert ÖVP-Amtsinhaber Karl Nehammer zwar an Zustimmung und liegt nunmehr bei 19% (-2), damit belegt er aber nach wie vor Platz eins. Dahinter folgen SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner mit 16% (-1) und FPÖ-Obmann Herbert Kickl mit 13% (+/-0). NEOS-Vorsitzende Beate Meinl-Reisinger würden 7% (+/-0) zur Kanzlerin wählen, Grünen-Chef Werner Kogler 6% (+2).

In der Umfrage, die vom Meinungsforschungsinstitut Unique Research für das aktuelle profil durchgeführt wurde, spricht sich eine Mehrheit für den Rücktritt von Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) aus, der vom früheren Generalsekretär im Finanzministerium, Thomas Schmid, vor der Staatsanwaltschaft belastet wurde. Trotz Sobotkas scharfem Widerspruch sind 55% der Befragten für einen Rücktritt Sobotkas. 17% finden, er sollte im Amt bleiben.

Nach dem Bekanntwerden von Handy-Nachrichten zwischen zwei Chefredakteuren und Thomas Schmid beziehungsweise dem früheren FPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache, schwindet auch das Vertrauen in die Medien. 61% sind der Meinung, die fehlende Distanz zwischen Journalismus und Politik sei ein grundlegendes Problem. 16% denken, dass es sich um Einzelfälle handelt.

(n=800, Schwankungsbreite: +/- 3,5%, Methode: Kombination aus Telefon- und Online-Befragung)