© Marijan Murat/dpa

Wirtschaft
07/03/2021

Scheinrechnungsverdacht im Fall Tojner

Der Unternehmer Michael Tojner soll einen Fotografen angestiftet haben, fiktive Rechnungen zu legen.

von Michael Nikbakhsh, Stefan Melichar

Es gibt eine neue Wendung bei den Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) gegen den Unternehmer Michael Tojner. Tojner soll einen prominenten Wiener Fotografen 2015/2016 dazu angestiftet haben, Scheinrechnungen in einer Größenordnung von rund 30.000 Euro an die beiden einst gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften Gesfö und Riedenhof zu legen. Offiziell bezahlten Gesfö und Riedenhof (mit denen Tojner damals formell nichts zu tun hatte) für Aufnahmen von Liegenschaften, tatsächlich könnten aber auf Tojners Wunsch auch private Fotos und Fotos von Mitarbeitern seiner Firmengruppe bezahlt worden sein. profil liegt dazu ein Bericht des Bundeskriminalamt vom November des Vorjahres vor. Die WKStA führt nun auch den Fotografen als Beschuldigten, sie ließ bei ihm bereits eine Hausdurchsuchung vornehmen.

Tojners Anwalt Karl Liebenwein weist den Vorwurf ungerechtfertigter Rechnungslegungen auf profil-Anfrage auf das Schärfste zurück: „Alle Beauftragungen externer Dienstleister erfolgten ordnungsgemäß und wurden auch dementsprechend korrekt abgerechnet. Es gibt keinerlei private Vorteilsnahmen unseres Mandanten aus solchen Beauftragungen!“

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