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Francesca Ferlaino: Woran die Wissenschafterin des Jahres forscht

Quantenphysikerin Francesca Ferlaino ist Österreichs Wissenschafterin des Jahres. Sie stößt in Bereiche vor, die noch nie ein Mensch betreten hat.

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Die Nacht ist hereingebrochen, als sich die Straßenbahn in Bewegung setzt. Die Tram verlässt den „Campus Technik“ der Universität Innsbruck, wo die Physiker ihre Labors betreiben, rollt die fast schnurgerade Straße entlang, vorbei am Flughafen und knapp eine halbe Stunde weiter bis in die Innsbrucker Innenstadt. Gerade noch hat Francesca Ferlaino durch ihr Laboratorium geführt, in dem sie mit ihrem Team quantenphysikalische Experimente ersinnt, hat die komplexen Aufbauten aus Optiken und Spiegeln und Laserstrahlen erläutert, die erlauben, einzelne Atome einzufangen und unter extremen Bedingungen bis ins Detail zu studieren.

Jetzt blickt Ferlaino durch das Fenster der Straßenbahn in die finstere, winterliche Landschaft. Die Stadt habe sich stark verändert, findet sie, und zwar zum Positiven. Jünger, lebendiger, vielfältiger, internationaler sei Innsbruck geworden in den beinahe 20 Jahren, die sie mittlerweile überblicke. Tatsächlich 20 Jahre, sie kann es selbst kaum glauben. 2006 zog sie, 1977 in Neapel geboren, nach Innsbruck, im Anschluss an ein Physikstudium in Neapel und ein Doktoratsstudium in Florenz.

Alwin Schönberger

Alwin Schönberger

leitet das Wissenschafts-Ressort.