Ein Mann hält ein großes Stück Gold in seiner Hand, er zeigt mit einem Finger darauf.
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Der Preis des Goldes: Zu Besuch bei Goldgräbern

2025 stieg der Goldpreis um 70 Prozent. In Brasilien wollen Goldgräber das Edelmetall nun nachhaltig schürfen.

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Von Maren Häußermann

Gilson Camboim öffnet die Tür zu seinem Büro. Es ist Sonntag, und die Räume sind leer. Die Klimaanlage hat er soeben erst eingeschaltet, draußen hat es über 30 Grad. Die Luftfeuchtigkeit des Regenwalds drückt in das Gebäude und auf den Kreislauf. Camboim, 47, grünes T-Shirt, lässt sich davon nicht beirren. Er ist an seinem freien Tag hierhergekommen, weil er seinem Besuch etwas Wichtiges zeigen möchte. Es hat mit den Gesteinsbrocken zu tun, die in einer Vitrine ausgestellt sind. Sie beinhalten verschiedene Mineralien, erklärt Camboim. Dann nimmt er einen Brocken aus der Vitrine und zeigt auf die kleinen, schimmernden Punkte an der Oberfläche: „Das ist Gold.“

Drohnenaufnahme von einer Grabfläche, man sieht Bäume und einen Bagger.
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Darum dreht sich hier in Peixoto de Azevedo, einer Gemeinde im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso, seit Ende der 1970er-Jahre alles.

Damals erfasste ein Goldrausch die kleine Ortschaft, und Tausende Goldgräber auf der Suche nach schnellem Reichtum strömten in das rasant wachsende Peixoto de Azevedo. Heute leben hier 35.000 Menschen.

Karte, nördlich ist ein roter Punkt eingezeichnet.
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Peixoto de Azevedo liegt im zentralen Bundesstaat Brasiliens Mato Grosso.

Die Goldgewinnung war von jeher ein problematisches Geschäft, verbunden mit Vertreibungen Indigener und Kriminalität aller Arten, und sie ist es bis heute geblieben. Erst Anfang November berichteten internationale Medien über einen Einsatz der brasilianischen Bundespolizei, die im Regenwald mehr als 200 Bagger zerstörte. Es handelte sich um Maschinen illegaler Goldgräber, hinter denen oft kriminelle Organisationen stecken, die das Edelmetall ohne Genehmigung abbauen.

Zudem nehmen sie dabei keinerlei Rücksicht auf die Umwelt. Um das Gold aus dem Stein zu lösen, verwenden sie giftige Chemikalien wie Quecksilber, die in das Grundwasser und die Flüsse geraten. Das gefährdet vor allem die indigene Bevölkerung, die sich von den Tieren und Pflanzen des Regenwalds ernährt.

Zwei Männer in Militäruniform mit Waffen stehen vor einer Person, die mit den Händen auf dem Rücken auf einem Baumstumpf sitzt.
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Beamte des Umweltamtes Brasiliens IBAMA setzen einen illegalen Goldschürfer fest.