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Krebsmittel „Keytruda“: Transparenz-Match jetzt beim Höchstgericht

Wie der Pharma-Riese Merck mehr Transparenz in Bezug auf das wirtschaftlich wichtigste Krankenhaus-Medikament Österreichs verhindern, Rechte für Journalisten schmälern und profil zur Kasse bitten will.

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Am 27. Mai 2026 brennt bei „Merck Sharp & Dohme“ der Hut. Die Firma – abgekürzt auch MSD – ist der Österreich-Ableger von Merck, seines Zeichens viertgrößter Pharma-Konzern der Welt. An jenem Tag Ende Mai trifft das Landesverwaltungsgericht Tirol eine potenziell bahnbrechende Entscheidung. Jedenfalls ist es ein Urteil, das MSD offenbar derart gegen den Strich geht, dass das Unternehmen mittlerweile dagegen vor den Verfassungsgerichtshof gezogen ist.

Dort bekämpft der Pharma-Riese jedoch nicht nur den Gerichtsentscheid, sondern will quasi en passant gesetzliche Rechte für Journalisten im Zuge der Informationsbeschaffung schmälern. Wenn es nach den Vorstellungen der Österreich-Vertretung des Milliardenkonzerns geht, sollen die Verfahrenskosten dafür andere tragen – gegebenenfalls auch profil. Dies ist der vorläufige Höhepunkt eines veritablen Gerichtsmarathons mit dem Ziel, mehr Transparenz in Bezug auf die Beschaffung des wirtschaftlich wichtigsten Krankenhaus-Medikaments Österreichs herzustellen.

Stefan Melichar

Stefan Melichar

ist Chefreporter bei profil. Der Investigativ- und Wirtschaftsjournalist ist Mitglied beim International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ). 2022 wurde er mit dem Prälat-Leopold-Ungar-Journalist*innenpreis ausgezeichnet.