pauT and the greaT kellys
pauT and the greaT kellys

© Carina Antl

Kultur
05/15/2020

pauT greift wieder nach den Erdbeersternen

Unerhört #29: Philip Dulle findet Musik für neue Zeiten.

von Philip Dulle

Man fragt sich jetzt natürlich: Mache ich es wie Sebastian Kurz im Kleinwalsertal und werfe ich mich in die sprichwörtliche Menge, oder tu ich das doch lieber Schritt für Schritt und mit Bedacht. Soll heißen: zunächst mal ein Gläschen am Balkon, dann im Schanigarten – und vielleicht auch mal wieder ein Konzert, falls man sich jemals wieder dicht an dicht andeinanderquetschen soll und darf? Für all diese Frühlingsgelegenheiten hat der Wiener Musiker Paul Schreier alias pauT jetzt mit „welTraumkaTzen“ (Problembär Records) die passende Songsammlung veröffentlicht.

pauT, der mit Der Nino aus Wien spielt und tourt, macht aus seiner Liebe für die Beatles („erdbeersTerne“), Space-Pop und David Bowie („gibT’s ein leben nach dem leben auf dem mars“) keinen Hehl und jettet mit seiner famosen Band the greaT kellys munter durch die 1960er- und 1970er-Jahre, um in psychedelischen Spielereien von damals und heute zu erzählen. Im zentralen Song „wo die sTerne erdbeeren sind“ besingt pauT im Duett mit der Musikerin Ankathie Koi ein kosmisches Liebespaar, das – und da schließt sich der Corona-Kreis – durch tausend Galaxien getrennt, im Traum doch noch zueinander findet.