Das sind unsere Lesetipps für den Frühling
Inhalt Inhaltsverzeichnis
- 1. Gisèle Pelicot: Eine Hymne ans Leben
- 2. Miriam Davoudvandi: Das können wir uns nicht leisten
- 3. Nawal El Saadawi: Woman at Point Zero
- 4. Jason Lutes: Berlin
- 5. Krsto Lazarević, Franziska Tschinderle und Danijel Majić: Der Westbalkan. Im Wartezimmer der EU
- 6. Stefanie Sargnagel: Opernball
- 7. Jenette McCurdy: Half His Age
- 8. Canberk Köktürk: Fascholand
- 9. Thomas Biebricher, Melinda Cooper u.a.: Oben rechts. Rechtspopulismus als Klassenprojekt.
- 10. Ciani-Sophia Hoeder: Ökorassismus. Wie Weiße unsere Welt zerstören
- 11. Maria Popov: Kein Bock Club
- 12. Marc-Uwe Kling: Die Känguru-Rebellion
1. Gisèle Pelicot: Eine Hymne ans Leben
Mit ihrer Geschichte und ihrer mutigen Art, diese an die Öffentlichkeit zu bringen, wurde Gisèle Pelicot zu einer feministischen Ikone. Mit ihren Memoiren unterstreicht sie diesen Status. Es geht in „Eine Hymne an das Leben” um ihr Aufwachsen im Frankreich der Nachkriegszeit, die Ehe zu ihrem Ex-Mann und Vergewaltiger Dominique Pelicot und darum, wie sie es geschafft hat, trotz allem nie ihr Strahlen zu verlieren. Empowernd und berührend zugleich.
Gisèle Pelicot: Eine Hymne ans Leben.
Die Scham muss die Seite wechseln.
Piper.
256 S., 26,50 EUR
2. Miriam Davoudvandi: Das können wir uns nicht leisten
„Das können wir uns nicht leisten” ist gerade eines der meistdiskutierten Bücher im deutschsprachigen Raum – aus gutem Grund: Davoudvandi schreibt von ihrer Kindheit in Armut und klärt über gängige Irrtümer zu dem Thema auf. Mit „Das können wir uns nicht leisten“ ist es Davoudvandi gelungen, eine zu oft ignorierte Thematik in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.
Miriam Davoudvandi: Das können wir uns nicht leisten.
Was es bedeutet, in Deutschland arm zu sein.
btb Verlag.
256 S., 19 EUR
3. Nawal El Saadawi: Woman at Point Zero
Was hat eine Frau zu berichten, die kurz vor der Todesstrafe steht, weil sie einen Zuhälter umgebracht hat? Die ägyptische Schriftstellerin Nawal El Saadawi erzählt die Geschichte von Firdaus, einer Waise, die in ihrem Leben unfassbar viel Gewalt und Ungerechtigkeit erlebt hat, Prostituierte wurde und schließlich wegen Mordes zur Todesstrafe verurteilt wurde. Definitiv keine leichte Kost, aber unbedingt lesenswert.
Nawal El Saadawi: Woman at Point Zero.
Bloomsbury Academic.
160 S., 13,59 EUR
4. Jason Lutes: Berlin
Der US-Comiczeichner Jason Lutes entwirft in imposanten Schwarz-Weiß-Zeichnungen das Porträt eines im Sterben liegenden Berlins der Zwischenkriegszeit. Das Comic-Epos, an dem Lutes über 20 Jahre arbeitete, verwebt die Leben von rund einem Dutzend Figuren und erzählt von allen Facetten dieser Zeit: Von durchzechten Nächten in den geheimen Schwulenklubs der deutschen Hauptstadt bis zu den Straßenschlachten zwischen Antifaschisten und aufstrebenden Nationalsozialisten.
Jason Lutes: Berlin. Gesamtausgabe.
Carlsen Comics.
608 S., 36 EUR
5. Krsto Lazarević, Franziska Tschinderle und Danijel Majić: Der Westbalkan. Im Wartezimmer der EU
Dieses Sachbuch klärt in ausführlich recherchierten und reportageartigen Kapiteln über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Westbalkans auf und geht der Frage nach, wann (und ob) die einzelnen Staaten Teil der Europäischen Union werden.
Krsto Lazarević, Franziska Tschinderle, Danijel Majić: Der Westbalkan.
Im Wartezimmer der EU.
Bundeszentrale für politische Bildung.
488 S., 5 EUR
6. Stefanie Sargnagel: Opernball
Der einzige Opernballbericht, den man wirklich braucht. Aber Achtung: Gut möglich, dass Sie beim Lesen in der Öffentlichkeit laut lachen müssen.
Stefanie Sargnagel: Opernball.
Zu Besuch bei der Hautevolee.
rowohlt.
80 S.,19 EUR
7. Jenette McCurdy: Half His Age
McCurdys Debütroman liest sich spannend und extrem verstörend zugleich. Es geht um die Beziehung eines Lehrers und seiner Schülerin, um Machtmissbrauch, Grooming und Wut. Ein Buch wie ein Autounfall – Wegschauen unmöglich.
Jenette McCurdy: Half His Age.
Blumenbar.
331 S., 25,50 EUR
8. Canberk Köktürk: Fascholand
Ist der Faschismus, vor dem wir uns fürchten, vielleicht sogar schon da? Canberk Köktürk geht in „Fascholand“ dieser Frage auf den Grund – im Stil eines autobiographisch grundierten Detektivkrimis. Unheimliches Thema, unterhaltsam aufbereitet.
Canberk Köktürk: Fascholand.
Ullstein.
320 S., 21,50 EUR
9. Thomas Biebricher, Melinda Cooper u.a.: Oben rechts. Rechtspopulismus als Klassenprojekt.
Was haben Donald Trump, Tino Chrupalla und Andrej Babiš gemeinsam? Sie alle sind reiche, konservative Männer, die einen riesigen politischen Einfluss haben. Was es bedeutet, wenn Menschen wie sie die Welt politisch immer mehr im Griff haben, beleuchtet dieser Sammelband.
Thomas Biebricher, Melinda Cooper u.a.: Oben rechts.
Rechtspopulismus als Klassenprojekt.
edition suhrkamp.
271 Seiten, 21,50 EUR
10. Ciani-Sophia Hoeder: Ökorassismus. Wie Weiße unsere Welt zerstören
Wer zahlt den größten Preis für die Umweltkrise? Jedenfalls nicht die, die maßgeblich dafür verantwortlich sind. In „Ökorassismus“ erläutert Hoeder den Zusammenhang von Rassismus und ökologischer Ungerechtigkeit – und erklärt, warum Bambuszahnbürsten die Welt nicht retten werden.
Ciani-Sophia Hoeder: Ökorassismus.
Wie Weiße unsere Welt zerstören.
Hanserblau.
160 S., 20 EUR
11. Maria Popov: Kein Bock Club
Was, wenn man keinen Bock auf Sex hat? Was, wenn man nie Bock auf Sex hat? Maria Popov ist asexuell und beleuchtet in ihrem Buch eine Personengruppe, über die bisher nicht viel bekannt ist.
Maria Popov: Kein Bock Club.
Warum wir auch mal keine Lust auf Sex haben.
Kiepenheuer & Witsch.
320 S.,19 EUR
12. Marc-Uwe Kling: Die Känguru-Rebellion
Känguru-Fans, der Kampf geht weiter! Marc-Uwe Kling präsentiert neue politische, witzige und kluge Geschichten vom Känguru und dem Kleinkünstler.
Marc-Uwe Kling: Die Känguru-Rebellion.
Ullstein.
288 S.,16 EUR