Kanzlerkandidat Olaf Scholz (SPD, l-r), Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (Bündnis90/Die Grünen) und Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU)

Kanzlerkandidat Olaf Scholz (SPD, l-r), Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (Bündnis90/Die Grünen) und Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) stehen im Fernsehstudio.

© APA - Austria Presse Agentur

profil-Morgenpost
09/22/2021

Deutschland-Wahl: Fiebern Sie mit!

Was profil zur Deutschland-Wahl plant – und wie Sie sich danach die lange Zeit der Koalitionsverhandlungen vertreiben können.

von Robert Treichler

Noch viermal schlafen gehen, dann ist Wahlsonntag! Welche der drei Wahlen – Gemeinderatswahl in Graz, Landtagswahl in Oberösterreich, Bundestagswahl in Deutschland – Sie am meisten interessiert, hängt mutmaßlich von Ihrem Wohnort und ähnlichen Umständen ab, aber als gebürtiger Grazer, der gern in Oberösterreich urlaubt und in profil das Auslands-Ressort leitet, bekenne ich: Es ist die Wahl in Deutschland, die mich dem Tag entgegenfiebern lässt. Aber was macht eigentlich die Redaktion eines am Sonntag erscheinenden Nachrichtenmagazins – außer fiebern?

Werfen wir einen Blick hinter die Kulissen, und wir entdecken zwei Denkschulen: Die eine besagt, dass in den Heften vor der Wahl ausreichend Informationen und Einschätzungen in profil waren und die Ausgabe am Tag der Wahl nur noch wenig beitragen kann, weil ohnehin alle gebannt auf das Endergebnis warten. Das hat etwas für sich, schließlich brachte profil zum Thema Oberösterreich diesediese und diese Story, über Graz wurde hier und über Deutschland hier und hier berichtet.

Die andere Denkschule hingegen geht davon aus, dass die Aufmerksamkeit und die Neugier unserer Leserinnen und Leser sich nicht ausschließlich mit dem Endergebnis befriedigen lassen, sondern auch Kluges, Nachdenkliches erwartet wird, das über den Tag hinaus reicht. Deshalb führen wir jetzt gerade für die kommende Ausgabe Interviews mit deutschen Schriftstellern und Schriftstellerinnen, in denen politische Fragen behandelt werden. Wie zum Beispiel diese: Wie sehr hat die Identitätspolitik Deutschland verändert? Ist alles, was jetzt kommen kann, besser als die Große Koalition? Wie waren die Merkel-Jahre?

Nein, die Namen unserer Gesprächspartner will ich jetzt noch nicht verraten. Nur so viel: Ich empfehle, gleich am Sonntag je einen ihrer Romane zu bestellen, um den Blues oder die Euphorie, die Sie angesichts der Wahlresultate erfasst haben könnte, besser zu verdauen.

Deutschland bleibt noch eine Weile spannend. Nach der Wahl ist nämlich nicht nur vor der Wahl, sondern vor allem auch vor den Koalitionsverhandlungen, und die werden – eher langwierig.

Meine Prognose: Drei Romane gehen sich aus.

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