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#WienWahl2020
10/11/2020

Ernst Nevrivy: "Ludwig wird das Ergebnis richtig deuten"

Der SPÖ-Bezirksvorsteher der Donaustadt, Ernst Nevrivy, über Zugewinne in Flächenbezirken, innerstädtische Verluste und seine schlechten Erfahrungen mit den Grünen im Bezirk.

von Clemens Neuhold

profil: Haben Sie eine Koalitionspräferenz?

Ernst Nevrivy: Ludwig wird mit allen Parteien, die in Frage kommen sprechen und die richtige Entscheidung treffen. In der Donaustadt haben wir ganz andere Herausforderungen als im innerstädtischen Bereich. Ludwig ist für ganz Wien verantwortlich.

profil: In den sogenannten Flächenbezirken wie der Donaustadt hat die SPÖ aber merklich besser abgeschnitten als im innerstädtischen Bereich. Dort hat sie Stimmen verloren.

Nevrivy: Bei uns wird die Politik der SPÖ mehr goutiert als in anderen Bezirken, das stimmt.

profil: Das bedeutet ein entsprechend wachsendes Stimmgewicht dieser Flächenbezirke innerhalb der Partei.

Nevrivy: Ludwig wird diese Stimmgewichtung sicher richtig deuten und lesen. Davon bin ich überzeugt.

profil: Was sind für Sie die Wiener Kernthemen der nächsten fünf Jahre?

Nevrivy: Die große Herausforderung ist die wirtschaftliche Entwicklung. Klimaschutz ist auch wichtig, aber wir müssen ganz stark auf die Existenzängste der Menschen schauen.

profil: Wie soll es mit der Verkehrspolitik weitergehen?

Nevrivy: Wir müssen den öffentlichen Verkehr ausbauen, es braucht auch mehr Radwege. Aber wir dürfen die Mobilitätsformen nicht gegeneinander ausspielen und den motorisierten Individualverkehr durch Pop-Up-Radwege bewusst behindern. Diese Politik ist falsch.

profil: Was halten Sie von den Neos?

Nevrivy: Im Bezirk habe ich mit den Neos immer gut zusammengearbeitet, das gilt auch für die ÖVP. Wir haben dort gemeinsam vernünftige Entscheidungen getroffen, wo sich die Grünen in Verkehrsfragen davon verabschiedet haben. Ich habe erst letztens mit den Neos gemeinsam einen Spielplatz eröffnet, für den sie jahrelang gerannt sind.

 

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