Collage mit Neos-Politikerinnen und Politikern und dem Einhorn-Maskottchen
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Die Neos und die Illusion vom „Pink Pony Club“

Prominente Abgänge, Unmut über den Führungsstil und miserable Ergebnisse in den Ländern – die Neos stecken in einer Krise. Verrät Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger die pinken Ideale?

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Bei der Wiener Regenbogenparade Mitte Juni scheint die Welt der Neos noch in Ordnung. Zwischen Rathaus und Parlament rollt ihr Truck unter dem Motto „bunt, laut und unmissverständlich“ den Ring entlang, darüber schweben meterhoch pinke Luftballons. Aus den Lautsprechern dröhnt Chappell Roans „Pink Pony Club“, und ein wenig erinnert der Pop-Hit an jene Partei, die anfangs alles anders machen wollte. US-Sängerin Roan singt darin über den Mut, mit alten Vorstellungen zu brechen und stattdessen einen eigenen Weg zu gehen. Ziemlich genau jene Idee, mit der die Neos vor 13 Jahren auf den Plan traten, sich „Freiheit, Fortschritt, Gerechtigkeit“ auf die Fahnen hefteten. Wer sich nach Veränderung sehnte, war im pinken Klub willkommen. Lange Zeit waren sie das Auffangbecken für Idealisten und liberale Freigeister, die mit dem alten Parteiensystem wenig anfangen konnten. Selbst ehemalige FPÖ-Politiker wie zuletzt Alexis Pascuttini fanden nach der Enttäuschung über ihre Partei Zuflucht im pinken Lager.

Doch jetzt, knapp ein Jahrzehnt nach ihrer Gründung, stecken die Pinken in einer Krise.

Daniela Breščaković

Daniela Breščaković

ist seit April 2024 Innenpolitik-Redakteurin bei profil. War davor bei der „Kleinen Zeitung“.