Man sieht eine Illustration einer Frau mit Kopftuch, eingehüllt in viele Sprachbänder
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Das Bildungsministerium schreibt Eltern an, um sie über das Kopftuchverbot an Schulen aufzuklären. „Es soll die Kindheit schützen“, heißt es in dem Brief in zehn Sprachen. Das Schreiben enthält auch heikle Passagen.

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Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte, 

uns ist es ein großes Anliegen, dass sich alle Kinder in unserer Schule sicher, geschützt und angenommen fühlen. Die Schule soll ein Ort sein, an dem Kinder frei lernen, ihre Persönlichkeit entfalten und sich entwickeln können. ... Mit dem neuen Schuljahr 2026/27 gilt für alle Schülerinnen unter 14 Jahren ein Gesetz, welches das Tragen von kopfbedeckender Kleidung nach islamischen Traditionen in der Schule nicht erlaubt. Dies gilt unabhängig davon, ob das Kopftuch aus modischen, traditionellen, religiösen oder anderen Gründen getragen werden soll.

Gegen religiösen Druck

Diesen Brief, der profil vorliegt, verschickt das Bildungsministerium in den kommenden Wochen im großen Stil. Eltern sollen damit auf das Verschleierungsverbot vorbereitet werden. Das Gesetz tritt im September in Kraft. Das Schreiben ist ihn zehn Sprachen verfasst. Neben Deutsch und Englisch in Bosnisch, Türkisch, Arabisch, Paschto, Dari und Farsi (Afghanen), Urdu (Pakistani) und Somali.

Clemens Neuhold

Clemens Neuhold

Seit 2015 in der profil-Innenpolitik, davor bei Wiener Zeitung, Migrantenmagazin biber und KURIER. Seine Recherchen beschäftigen sich vor allem mit Zuwanderung, Bildung und Gesundheit.